Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Kennzeichen war gefälscht

Archivartikel

Wertheim.Wegen Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verhängte das Amtsgericht Wertheim einen Strafbefehl über 120 mal 30 Euro. Der Angeklagte betrieb früher in Reicholzheim einen kleinen Autohandel, der den Ankauf alter oder beschädigter PKW, die Reparatur und den Weiterverkauf umfasste.

Mindestens ein Mal fuhr er ein Golf Cabrio, das weder angemeldet noch versichert war. Das Kennzeichen stellte sich laut Gericht als „sehr gute Fälschung“ heraus.

Der Beschuldigte ist vorbestraft, und sollte sich deshalb in einer öffentlichen Hauptverhandlung verantworten. Er fehlte ohne Entschuldigung. Nach Vermutungen der Polizei hält er sich in Polen auf. Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb den Erlass des Strafbefehls (Fortführung des Verfahrens auf schriftlichem Weg).

Dem Gericht bleibt nun die zeitaufwendige Pflicht, eine Zustellanschrift des Angeklagten herauszufinden, um ihm den Strafbefehl zukommen zu lassen.

Auf den Fall wurde die Polizei durch Beschwerden von Reicholzheimer Nachbarn aufmerksam, da der Beschuldigte die Autos, „teilweise Schrott“, ohne Kennzeichen behindernd auf öffentlichen und privaten Flächen abgestellt hatte.

Bei den Ermittlungen traf die Polizei den Angeklagten trotz zahlreicher Versuche nur ein Mal in Reicholzheim an. Im Lauf der Zeit verschwanden auf dem Anwesen Briefkasten und noch fahrbaren Autos.

Die genannte Vorstrafe erging in einem Strafbefehl wegen Verwendung eines nachgemachten Kennzeichens. Von Seiten der Polizei kam auch zur Sprache, dass der Angeklagte wegen des Vorwurfs des Betrugs zur Fahndung ausgeschrieben ist. Er soll 1200 Euro kassiert, die versprochene Leistung aber nicht erbracht haben. goe

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