Wertheim

Amtsgericht Wertheim

Junge Mutter erhält Bewährungsstrafe

Wertheim.Einen Hang zu Vermögensdelikten zeigte über viele Jahre eine Frau aus Wertheim. Zwischen 2002, damals 21 Jahre alt, und 2016 erfolgten zehn Verurteilungen wegen Betrugs, Diebstahls oder Entziehung elektrischer Energie. Aber schon davor, als Heranwachsende oder Jugendliche, ließ sich die Frau zu Straftaten hinreißen, wie das Erziehungsregister festhält.

Bei den Taten als Erwachsene kam sie jeweils mit Geldstrafen davon, da die Schadenssummen niedrig waren. 2014 wegen des Verkaufs einer Spielekonsole via Internet für 55 Euro. Sie verlangte Vorauskasse, lieferte aber nicht. 2016 entwendete sie in einem Rewe-Markt ein Messer und eine Handykarte im Verkaufswert von 43 Euro.

Der aktuelle Fall ereignete sich im August 2017. Die Frau verkaufte im Internet ein Laptop, das sie nicht besaß. Ein Käufer aus Leipzig überwies auf das Konto der Frau 384 Euro, bekam aber weder das Gerät noch das Geld zurück.

Wegen dieses erneuten Betrugs verurteilte jetzt das Amtsgericht Wertheim die ledige Mutter eines Kindes zu einer Haftstrafe von drei Monaten, setzte sie aber gegen Ableistung von 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit zur Bewährung aus.

Die Angeklagte meinte in der Verhandlung, sie habe damals Geld gebraucht, weil ihre Mutter gestorben war. Mit dem Gerichtsvollzieher hatte sie schon zu tun, doch nach eigenen Angaben ist eine Privatinsolvenz inzwischen abgeschlossen. Die Frau nahm das Urteil an. goe

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