Wertheim

Bauernmarkt Über 50 Händler und ein verkaufsoffener Sonntag lockten zahlreiche Besucher in die Stadt / Standbetreiber ziehen positives Resümee

Interesse am Markt ist ungebrochen

Archivartikel

Eine positive Resonanz des Bauernmarkts zogen am Sonntagnachmittag Wertheims Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Oberbürgermeister und die Händler.

Wertheim. „Der Bauernmarkt ist immer ein Selbstläufer“, stellte Birgit Lutz, Referat Öffentliche Ordnung der Stadtverwaltung, am späten Sonntagnachmittag fest. Sie hatte dieses Jahr erstmals dessen Organisation unternommen. „Manche der Händler sind schon über zehn Jahre dabei“, so Lutz.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez unternahm Lutz einen Rundgang über den Markt. Die Marktkaufleute seien zumeist zufrieden, resümierte sie. Man habe 2019 eine ganz Reihe neuer Stände gehabt. Das Interesse am Markt sei ungebrochen groß. „Wir hatten wieder eine Warteliste.“ Leider hätten am Morgen zwei Standbetreiber krankheitsbedingt absagen müssen. Diese Lücke habe man so kurzfristig nicht mehr füllen können. So gab es insgesamt 55 statt der vorgesehen 57 Stände.

Großer Besucherzuspruch

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez freute sich vor allem über den großen Besucherzuspruch. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Bauernmarkt so gut angenommen wird.“ Er sei ein Höhepunkt im Jahreskalender der Stadt. Dank und Lob sprach er der Verwaltung für die Organisation aus. Den Rundgang nutzte das Stadtoberhaupt, um selbst zu kosten und einzukaufen. Außerdem stellte er sich verschiedenen Standbetreibern vor und fragte nach deren Meinung zum Marktverlauf.

Erster Stopp war beim neuen Stand in der Maingasse. Cornelia Hammel und Dorothee Wiedenmeyer boten dort verschiedene Spirituosen, sowie Kräuterbrot an. Mit demverlauf des Bauernmarktes waren beide sehr zufrieden. „Das Brot war ausverkauft, die 50 Leibe haben nicht gereicht.“ Ihnen habe es in Wertheim super gefallen. „Wir sind zum ersten Mal da, aber nicht zum letzten Mal“, waren sich die beiden Frauen aus Ingelfingen einig. Hammel berichtete, sie sei mit ihrem Mann in Wertheim in Urlaub gewesen. Ihr habe die Stadt gefallen. So beschloss sie, auf dem Markt in Wertheim ihre Waren anzubieten. „Wir wollen am Ostermarkt wieder dabei sein“, betonte sie.

Die Besitzer eines Verpflegungsstands am Neuplatz sprachen von einem guten Tag. Die Verkaufszahlen hätten besser sein können. Andere Stände auf dem gesamten Marktgelände hingegen vermeldeten Ausverkauf.

Viele Standbetreiber waren so beschäftigt, dass es zeitlich noch nicht mal für einem kurzen eigenen Rundgang über den Markt reichte. Zufrieden waren mehrheitlich auch die Händler von Kleidung und Dekoration. Liane Wagner aus Bestenheid hatte zusammen mit ihrer Familie und einer Freundin gleich vier Stände am Neuplatz. Dort verkaufte sie verschiedene Kleidungsstücke, gestrickt und gehäkelt aus Wolle. Mit den Verkaufszahlen sei sie insgesamt zufrieden. Sie ist auch am Ostermarkt vertreten. „Zum Bauernmarkt kommen mehr Leute aus Wertheim und dem direkten Umland, am Ostermarkt sind es mehr Auswärtige“, beschrieb sie ihren Eindruck.

Klaus Malek aus Sonderriet verkaufte handgefertigte Holzschnitz- und Sägearbeiten. Auch er war mit dem Verlauf zufrieden. Der Standort am Mainplatz sei für seine Art von Angebot besser als auf dem Marktplatz. „Die Besucher haben hier mehr Platz stehen zu bleiben und zu schauen.“ Als besondere Überraschung für den Oberbürgermeister überreichte er ihm ein selbstgefertigtes Geschenk. Die große Holztafel enthielt ausgesägte Burgziegen, die man wie bei einem Puzzle herausnehmen und wieder einfügen konnte. „Für solch ein Werk brauche ich etwa sechs bis sieben Stunden“, sagte er auf Nachfrage des Beschenkten. Herrera Torrez freute sich über das besondere Geschenk und dankte Malek. Wo das Werk aufgestellt werde, will er noch besprechen. Nach einer Stippvisite bei den Alpakas resümierte der Oberbürgermeister: „Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, die Stimmung der Händler und die Verkaufszahlen sind positiv.“ Es sei schön für die Stadt, wenn alle zufrieden sind. „Die Mühe hat sich gelohnt. Der Bauernmarkt war ein voller Erfolg.“

Lutz nutzte die Gelegenheit, sich allen Beteiligten für die Unterstützung rund um den Markt zu bedanken. „Es gibt schon Interessensbekundungen von Händlern für den Bauernmarkt 2020“, blickte sie freudig auf das nächste Jahr.

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