Wertheim

Erste Hilfe Mir einem weiteren Gerät kann im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts überbrückt werden / „Helfer-vor-Ort“-Gruppe des DRK gegründet

In Lindelbach steht zweiter Defibrillator zur Verfügung

Archivartikel

Lindelbach.Laut dem Deutschen Rat für Wiederbelebung erleiden deutschlandweit mehr als 50 000 Menschen jedes Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Ein großer Teil verstirbt.

Im Durchschnitt braucht ein Rettungswagen acht Minuten zum Einsatzort. In ländlichen Regionen wird dieser Wert häufig überschritten, bis zu maximal 15 Minuten. Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne ausreichende Sauerstoffversorgung wird das Gehirn dauerhaft geschädigt. Durch frühzeitige Herzdruckmassage und Einsatz eines Defibrillators können die Überlebenschance gesteigert und bleibende Schäden minimiert werden.

Das Deutsche Rote Kreuz hat im Laufe der letzten Jahrzehnte zahlreiche ehrenamtliche „Helfer vor Ort“-Gruppen (HvO) etabliert, die speziell ausgebildet sind, um überlebenswichtige Sofortmaßnahmen in entlegeneren Gemeinden durchzuführen. Die behandlungsfreie Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird so deutlich verkürzt.

An der Kirchenwand

Vor Kurzem wurde auch in Lindelbach eine solche Gruppe gegründet. Zudem wurde nun zusätzlich zu dem bereits bestehenden Defibrillator an der Außenwand des Gemeinderaums in Lindelbach ein weiterer an der hauptstraßenseitigen Wand der evangelischen Kirche installiert.

Die evangelische Kirchengemeinde hat sich freundlicherweise bereiterklärt, den Defi an der zentral gelegenen Kirche unterzubringen. Somit sind sowohl der linke als auch der rechte Ortsteil mit einem Defibrillator ausgestattet und können von der HvO-Gruppe ebenso wie von Laienhelfern dort im Notfall entnommen werden.

Zum Öffnen des Defibrillators wird die runde Verkleidung in Pfeilrichtung gedreht, so dass das Gerät sofort einsatzbereit entnommen werden kann. Der DRK- Ortsverein Bettingen fordert alle auf, diese Geräte zu nutzen. Es genügt den Anweisungen der Geräte zu folgen, um die Überlebenschancen des Betroffenen erheblich zu steigern. drk

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