Wertheim

Mondfeld Bunter Frauenfasching bildete Auftakt für KFD-Jubiläum / Eberhard Roth wurde trotz aller Bemühungen nicht in den Verein aufgenommen

„In jedem steckt ein Stückchen Hefe“

Archivartikel

Die katholische Frauengemeinschaft Mondfeld feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Schon seit Jahrzehnten gehört der bunte Frauenfaschingsabend fest zu deren Programm.

Mondfeld. Gesang, Sketche, Tänze und Büttenreden, das Programm des „Möfelder Frauenfaschings“ am Freitag in der Maintalhalle war ein gelungener Start in das Jubiläumsjahr der der Mondfelder Abteilung der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD).

Die Gesamtleitung des Abends hatte Ulrike Lindner übernommen, für die musikalische Unterhaltung sorgte Peter Hofmann. Moderatorin Susanne Happ berichtete davon, dass sie ihre Aufgabe gewonnen habe. Auch für die Zuschauer war sie ein Hauptgewinn.

Mit Liedern stellten die Frauen ihr Faschingsmotto „50 Jahre und kein bisschen leise“, ihre Faschingsfreude und ihren aktiven Verein dar. Die Nachwuchstanzgruppe der Faschingsgesellschaft Mondfeld (FGM) „Möfelder Wicken“ entführten die Zuschauer in die Welt des Peter Pan. Dabei überzeugten sie nicht nur tänzerisch, sondern auch im Kampf gegen die Piraten.

Annette Weber und Bärbel Hildenbrand nahmen die Närrinnen mit zu ihrem Freibadbesuch. Die beiden klagten über das Leid mit ihren Teenagertöchtern. „Mütter können net ständig die Welt retten, die müssen auch mal kochen“, stellten sie fest. Schwiegermütter, Fitnesstracker, Figurprobleme und Sport – die beiden ließen kaum ein Thema aus.

Vier andere Damen besangen, woher das Problem mit dem Zunehmen tatsächlich kommt. „In jedem von uns steckt ein kleines Stückchen Hefe“. Dies Luder verstecke sich, doch irgendwann gehe sie auf. Außerdem sangen sie von ihren „glücklicherweise“ verblichenen Ehemännern und den Freuden als Single.

Das Mondfelder Prinzenpaar „Prinzessin Andrea I., die kleine Tröte von Neckarrems aus dem Land der Spätzle“ und „Prinz Martin I., die Freestyle-Posaune aus Ünnerwüttwi“ (Andrea und Martin Huth) beglückwünschten die Frauen zu ihrem tollen Programm, in dem viel Mühe stecke. Die Elferratsgarde der FGM präsentierte sich mit einem perfekt synchronen und mitreißenden Gardetanz.

Mit einem weiteren Jubiläumslied läutete die „Girl Group“ der zweite Teil des Abends ein. Von den Folgen des Teilzeitruhestands wussten Annette Haberkorn und Waltraud Lamminger zu berichten. „Wer die Altersteilzeit erfunden hat, hat nicht an die Frauen gedacht“, verwiesen sie auf ihre Männer. Die beiden seien jetzt in der Selbsthilfegruppe „Mein-Mann-ist-zu-Hause.de“ und lernten dort Antiaggressionsmethoden wie Boxen und Stricken. Zudem erzählten sie unter anderem von Bettgeflüster, Dessouskauf und Verwunderungen in der Damensauna. „Hast du beim Friseur schon mal jemanden verkehrt herum auf dem Stuhl gesehen“, auch das Thema Intimfrisur wurde von den beiden erörtert.

Ortsvorsteher Eberhard Roth berichtete von seinen vergeblichen Versuchen KFD-Mitglied zu werden. Nun versuchte er es mit einer List als „Cordula Roth“ mit seinem Hit „Mitglied wer’n würde ich so gern“. Doch auch da scheiterte er. Lob gab es für die Frauen dennoch. Auch die Prinzengarde der FGM begeisterte und sorgte, wie alle dargebotenen Nummern des Abends, für tosenden Applaus. In der „Selbsthilfegruppe der Wochentage“ berichtete Montag bis Samstag von ihren Sorgen. So will der Samstags mit dem Saufen aufhören und der Sonntag hat Schädelbrummen und Depressionen. Der Donnerstag wiederum leidet unter zu vielen Aktionen, während der Freitag nur die schönen Termine übernimmt. Auch den anderen Tagen geht es nicht besser.

Bernadette Grein zeigte mit ihrem Sketch „Rehasport“, wie Musik alte Männer munter und fit machen kann. Wie würde es sein, wenn Himmel und Hölle in Frauenhand wären? Darüber machte sich Pastoralreferentin Ute Zeilmann als Chefin der Hölle Gedanken. Allerdings wollten die Herren der Kirche das natürlich nicht akzeptieren. Alleine die Kleidungs- und Fitnessregeln für Frauen könne sich nur eine Teufelin ausdenken.

Der krönende Abschluss des Abends war der Clowntanz mit Junglage und Zirkuselementen.

Info: Weitere Bilder gibt es in einer Bildergalerie unter www.fnweb.de im Internet.

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