Wertheim

Wertheimer Ahnenbilder Johannes (Jean) Hollerbach und Friederike Dorothea Geyer / Maurer und Bauunternehmer

Im öffentlichen Leben vielfach präsent

Archivartikel

Wertheim.Johannes Hollerbach, späterhin den Wertheimern als „Jean“ geläufig, war als Sohn des Maurers Leonhard Hollerbach und dessen zweiter Frau am 20. April 1825 geboren. Wie der Vater ergriff er den Maurerberuf.

In der zweiten Jahrhunderthälfte, als viele öffentliche Bauten errichtet wurden, hatte er als Unternehmer sicherlich wesentlichen Anteil. Belegt ist dies für den Ausbau des Bestenheider Schulhauses, den er 1875 als Bauakkordant übernahm. Damals saß er auch bereits im Wertheimer Gemeinderat.

Als 1857 die hiesige Feuerwehr gegründet wurde, zählte der 32-Jährige zu den ersten 42 Freiwilligen. Viele Jahre gehörte er der Schützengesellschaft an. Das vom Vater übernommene Haus Hämmelsgasse 18 trägt über dem Eingang die Inschrift „Renovirt & ausgebaut von Johannes Hollerbach 1868“.

Die Porträts zeigen ihn mit seiner ersten Frau Friederike Dorothea Geyer, die er am 10. Januar 1854 in Nördlingen heiratete. Nach ihrem Tod am 15. April 1873 verehelichte er sich im Folgejahr mit Dorothea Jacobina Sophia Wießler aus der großen Zimmermannsfamilie.

Johannes Hollerbach ist am 18. April 1905 gestorben. Sein jüngerer Bruder Leonhard, hat, nach Brasilien ausgewandert, als evangelischer Geistlicher 1862 die Gemeinde Teófilo Ottoni in der Provinz Minas Gerais gegründet und sich als ihr 37-jähriger Pastor einen Namen gemacht.

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