Wertheim

Ausstellung Werke und Bildband „Das Taubertal“ von Peter Frischmuth vorgestellt / Eine „etwas andere“ Vernissage in der Volksbank-Filiale

Hommage an das Tal der sagenumwobenen Tauber

Bestenheid.Über 250 Besucher zählte die Volksbank Main-Tauber anlässlich der Eröffnung der nur kurz stattfindenden Ausstellung mit Fotos von Peter Frischmuth und Vorstellung seines neuen Bildbandes „Das Taubertal“ in der Filiale in Bestenheid. Und damit wurde die Veranstaltung einmal mehr ihrem Ruf als „etwas andere“ Vernissage gerecht.

Mehr als künstlerische Fixpunkte

Denn, wie der Vorstandsvorsitzende Michael Schneider in seiner Begrüßung feststellte, seien diese Vernissagen „weit mehr als künstlerische Fixpunkte“.

Beginnend mit der ersten Ausstellung 1979 zum Thema „Wertheimer Originale“ – und bis heute zum siebten Mal – seien Vernissagen von Peter Frischmuth „bei uns immer auch gesellschaftliche Ereignisse, die – mit tatkräftiger Unterstützung der legendären „Marktplatzrammlers“ – längst Kultstatus in Wertheim und Umgebung erlangt haben“.

Im Vordergrund stand auch dieses Mal der künstlerische Aspekt.

Denn mehr als ein Jahr lang war Peter Frischmuth im Taubertal unterwegs, um den Fluss von der Quelle bis zur Mündung zu erkunden und auch die an ihm liegenden Städte und Gemeinden unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und zu porträtieren.

Was im Übrigen nicht ganz ohne Kollateralschäden ablief, bekannte Peter Frischmuth doch, „noch in keinem Gewässer mehr Produktionsmittel versenkt zu haben“. So landete beispielsweise eine Kamera nahe Gerlachsheim in der Tauber. Die Drohne, die das Titelbild des Bildbandes aufgenommen hat, stürzte zwischen Gamburg und Bronnbach ab und wurde bisher nicht wieder gefunden.

Das Ergebnis der Arbeit kann sich jedenfalls sehen lassen, wie die Reaktionen der zahlreichen Besucher eindrucksvoll bewiesen, die rege von der Möglichkeit Gebrauch machten, sich im Laufe des Abends vom Fotografen durch die Ausstellung führen zu lassen.

Wie Peter Frischmuth betonte, sei der Abend in erster Linie der Vorstellung des neuen Bildbandes „Das Taubertal“ gewidmet, in dem sich alle Werke der Ausstellung wiederfänden und den Frischmuth zusammen mit Uwe Hoffmeister und dem Journalisten Friedrich Lehmkühler geschaffen hat, der für die Texte verantwortlich zeichnet.

Jüngere Schwester

Als „jüngere Schwester“ des seinerzeit vielbeachteten Werkes „Wertheim an Main und Tauber“ soll der Bildband die Augen für die Reize einer unvergleichlichen Landschaft öffnen: „Wenn es einen Ort gibt, an dem man gleichermaßen in Jahrtausende europäischer Geschichte, in lebendige fränkische Romantik und in unvergessliche Naturerlebnisse eintauchen kann, dann ist es das 130 Kilometer lange Tal der sagenumwobenen Tauber“, wie es im Vorwort des Werkes zu lesen ist.

Bei den Gästen jedenfalls wurde das von Frischmuth formulierte Ziel „Anregungen zu geben, dem Lebensgefühl und den Schätzen der Region nachzuspüren, und die Lust zu wecken, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen“ an diesem Abend erreicht. Bedauert wurde lediglich die Kürze der Ausstellung. Eine neuauflage, auch anderer Stelle sei durchaus denkbar, wie Uwe Hoffmeister versicherte. tf

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