Wertheim

Außergewöhnliche Locations Brautpaare wollen den schönsten Tag ihres Lebens gebührend in Szene setzen / Wertheim bietet reizvolle Möglichkeiten

Hochzeit feiern in stilvollem Ambiente

Egal, ob Schnapszahl-Datum oder nicht: Mit der Hochzeit bricht ein neues Kapitel im Leben des Brautpaares an. Das soll vor unvergesslicher Kulisse gefeiert werden.

Wertheim. Über 120 Ehen werden jedes Jahr in Wertheim geschlossen. Den schönsten Tag ihres Lebens möchten Brautpaare selbstverständlich gebührend in Szene setzen. Dabei ist nicht nur der Ort der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung von großer Bedeutung, sondern vor allem die unvergessliche Kulisse, vor der später gefeiert wird. Doch die bereitet vielen Paaren Kopfzerbrechen. In Wertheim und Umgebung bieten sich gleich mehrere Locations an, in denen frisch Vermählte ihren Bund stimmungsvoll zelebrieren können.

Trauung ins rechte Licht rücken

Um bereits die standesamtliche Trauung mit Stil zu feiern, kann das Brautpaar aus verschiedenen Örtlichkeiten wählen. Je nach Größe der Hochzeitsgesellschaft dürfen im Rathaus neben dem Trauzimmer außerdem der Barocksaal und der größere Arkadensaal genutzt werden. Der Innenhof der Rathausgebäude bietet sich in den Sommermonaten für einen anschließenden Sektempfang an.

Im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht gerückt werden können Trauungen ab dem 30. November: Dann steht Paaren das Angebot zur Verfügung, sich in romantischer Kerzenschein-Atmosphäre das Ja-Wort zu geben. „Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt der Trausaal im Licht zahlreicher Kerzen“, beschreibt Standesbeamter Holger Rempt die stimmungsvolle Illumination. Damit werde die Trauung zu einem unvergesslichen Moment.

Wer für die Feier gleich an Ort und Stelle bleiben möchte, dem steht hinterher der Arkadensaal zur Verfügung. Der mit Tischen und Stühlen ausgestattete Raum bietet Platz für bis zu 150 Gäste. Aus Rücksicht auf Anwohner müssen Feiern allerdings spätestens um ein Uhr nachts enden, ab 22 Uhr ist die Musik auf Zimmerlautstärke zu regulieren.

2017 nutzten vier Paare den Saal, der auf der einen Seite an den Rathausinnenhof unter der großen Linde anschließt und auf der anderen Seite mit einer Holzterrasse unter Bäumen direkt an der Tauber aufwartet.

Möchte man von den Räumlichkeiten des Rathauses etwas Abstand nehmen, steht zum Beispiel der Gartensaal im Schlösschen im Hofgarten als Trau-Ort zur Verfügung. „Alle Ehen, die wir hier geschlossen haben, haben bisher gehalten“, verkündet Dr. Jörg Paczkowski mit verdientem Stolz.

Eine Feier ist im Schlösschen nicht möglich, um das historische Inventar der Räume zu schützen. Weitere Trauräumlichkeiten finden sich auf der Wertheimer Burg und im Kloster Bronnbach. Beide Locations eignen sich mit ihrer außergewöhnlichen Kulisse auch für eine anschließende Feier.

Kindheitstraum erfüllt

„Seit ich ein kleines Mädchen war, hab ich davon geträumt, auf der Wertheimer Burg zu heiraten“, erinnert sich Bianca Beuschlein. „Abends konnte ich von meinem Kinderzimmer aus die beleuchtete Burg sehen.“

Am 14. Juli setzte sie diesen Traum endlich in die Tat um: Mit insgesamt 120 Gästen feierten sie und ihr Ehemann Andreas nach 17 Jahren Partnerschaft ohne Trauschein im Löwensteiner Bau der Burg ihre Hochzeit. Die Trauung hatte vorher im Weißen Turm stattgefunden.

Zwischen 20 und 25 Hochzeiten finden jedes Jahr auf der Wertheimer Burg statt, so Pächterin Ruthilde Bayerlein. Die Ausstrahlung der mittelalterlichen Burg ziehe zahlreich Brautpaare an – auch solche, die hier weder heiraten noch feiern. „Sie kommen nur, um Fotos zu machen“, berichtet Bayerlein „Hier gibt es Ambiente ohne Ende, sage ich immer.“

Um ein wenig Hintergrundwissen über die historische Kulisse zu vermitteln, werden häufig Burgführungen in Verbindung mit der Feier organisiert. So könne sich die Hochzeitsgesellschaft „ein wenig die Beine vertreten“, während sich das Brautpaar für die Foto-Session zurückzieht.

Nicht nur Paare aus der Region, sondern auch aus Übersee lockt die Burg an. Gerade im Februar haben sich hier zwei Amerikaner das Ja-Wort gegeben. Denn: „Was gibt es tolleres für ein amerikanisches Paar, als eine mittelalterliche Burg“, weiß die Pächterin.

Unvergessliche Orte

„Jede Hochzeitsfeier ist nur so gut, wie ihre Planung“, lautet die Devise von Andreas Gravius, der zusammen mit seiner Familie die Gastronomie und Hotellerie des Kloster Bronnbach betreibt. Aus diesem Grund bietet er seinen Gästen einen Service an, den er scherzhaft als „Rundumsorglos-Paket“ bezeichnet. Auf Wunsch übernehmen er und sein Team alles: vom Essen über Blumen und Deko bis zu Fotos und Musik.

Zudem bietet das Kloster die Möglichkeit, die Feier auf unterschiedliche Räumlichkeiten aufzuteilen. „Wir sind die Location mit den vielen Einzel-Locations“, bringt Gravius es auf den Punkt. Jasmin und Hannes Bucher haben dieses Angebot bei ihrer Hochzeitsfeier am 25. August genutzt und die gesamte Bernhardsaal-Ebene gebucht.

Vor der Orangerie gab es nach der Trauung in der Klosterkirche einen Sektempfang sowie Kaffee und Kuchen. Die Feier fand später im Bernhardsaal statt. Im Kaminzimmer befand sich mittags ein Spieltisch für die Kinder, abends wurde der Raum zusammen mit dem Innenhof zum Rückzugsort abseits der Tanzfläche, um „sich zu unterhalten und gemütlich Cocktails zu trinken“.

In der Saison von Mai bis Oktober werden im Kloster etwa 30 Hochzeiten gefeiert. Buchers haben die Location auf Grund von Größe und Heimatnähe ausgewählt – und natürlich wegen der malerischen Umgebung.