Wertheim

Am Amtsgericht verhandelt

Hauskauf mit Folgen

Wertheim.Wegen Beleidigung in Tateinheit mit Diebstahl sollte sich beim Amtsgericht Wertheim ein ehemaliger Rechtsanwalt aus der Main-Tauber-Stadt verantworten. Der 73-Jährige fehlte, da er in der Nacht zuvor stationär in die Wertheimer Rot-Kreuz-Klinik aufgenommen worden war.

Es war in diesem Verfahren bereits der zweite Termin, zu dem der Beschuldigte nicht erschien. Laut Gericht wird nun erwogen, ein amtsärztliches Attest zum Nachweis der Verhandlungsunfähigkeit zu verlangen.

Der Angeklagte hatte sein Haus 2016 verkauft, wohnte aber noch dort. Erst 2018 sei der Angeklagte laut Käufer ausgezogen.

Es kam zwischen den beiden Parteien zum Streit. Laut des Käufers machte der Beschuldigte bei der Polizei 49 Anzeigen gegen den Käufer, was aber zu keinem einzigen Verfahren geführt habe.

Anders die Anzeige des Käufers, die zum vorliegenden Verfahren führte. Der Käufer spricht von herabwürdigenden Ausdrücken, die der Beschuldigte benutzt habe. Außerdem fehlten dem Käufer Werkzeuge und Kleinmaschinen, die er bei die Renovierung des Hauses eingesetzt hatte. Der Schaden wurde auf etwa 450 Euro beziffert.

Der Beschuldigte ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Diebstahls, versuchter räuberischer Erpressung und Missbrauchs der Berufsbezeichnung. Inzwischen steht er unter Betreuung.

Durch die als Zeugin geladene Polizistin wurde die Krankenhauseinlieferung bekannt. Bei einer Nachfrage wurde lediglich die Aufnahme des Beschuldigten als Patient bestätigt. Wann ein dritter Termin anberaumt wird, steht noch nicht fest. goe

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