Wertheim

Ausschusssitzung Einsparungen reduzieren den Quadratmeterpreis im Neubaugebiet „Hofäcker“ in Sonderriet auf 139,50 Euro

Grünstreifen fällt Kaufpreis zum Opfer

Wertheim/Sonderriet.Ein errechneter Quadratmeterpreis von 147 Euro im dritten Abschnitt des Neubaugebiets „Hofäcker“ hatte Mitte des Jahres für Unmut in Sonderriet gesorgt (wir berichteten). Elf Bauplätze sollen dort entstehen, zudem können zwei private Grünflächen mit einbezogen werden. Der Gemeinderat hätte Ende Juni über das Thema beraten sollen, der Punkt fiel allerdings von der Tagesordnung, als zusätzlicher Gesprächsbedarf im Ortschaftsrat deutlich wurde.

Bei Erschließung gespart

Zusammen mit der Stadtverwaltung diskutierte das Gremium, wie der Preis noch reduziert werden könne. Ursprünglich sollte um das Baugebiet ein Grünstreifen erhalten bleiben. Dieser fällt nun weg und wird stattdessen Teil der Baufläche. Auch beim Ausbau der Straßen und Wege wurde gespart. „In Kombination aus weniger Kosten und mehr Bauplatzfläche ergibt das einen günstigeren Preis“, berichtete Hubert Burger, bei der Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständig, auf der Sitzung des Fikuss am Montag.

Der neue Quadratmeterpreis beläuft sich auf 139,50 Euro. Diesem hat der Ortschaftsrat zugestimmt. Die Erschließung soll im Jahr 2021 beginnen und im Rahmen einer Außenfinanzierung erfolgen. Die Aufwendungen für die Kanalisation sollen auf den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung übertragen werden.

Stadtrat Richard Diehm (Grüne) beglückwünschte Ortsvorsteher Udo Kempf zu einem „guten Deal“. Stadtrat Manfred Busch wollte wissen, ob für das Neubaugebiet ein Spielplatz geplant sei beziehungsweise zumindest eine mögliche Fläche dafür vorgesehen sei. Das verneinte Burger, von Seiten der Ortschaft sei kein Spielplatz gefordert worden. Zumal ein solcher die Bebauungsfläche reduziert und den Preis in die Höhe getrieben hätte. „Das Ziel der Beratungen mit dem Ortschaftsrat war ja gerade, einen überschaubaren Preis zu bilden.“

„Mit Lösung zufrieden“

Sonderriets Ortsvorsteher Udo Kempf ließ die Vorgänge in der Ortschaft noch mal Revue passieren. „Wir hatten mit dem Grünstreifen eine tolle Idee für Biodiversität.“ Dass diesen aber die Anlieger bezahlen müssten, damit habe der Ortschaftsrat nicht gerechnet. Nun habe die Stadt auf den Wegeausbau verzichtet, die Ortschaft auf die Grünfläche. „Mit der jetzigen Lösung sind wir zufrieden“, so Kempf.

OB Markus Herrera Torrez resümierte, Wunsch, Wille und Finanzierbarkeit seien hier an ihre Grenzen gestoßen. „Ob es langfristig der klügere Weg ist, werden spätere Generationen entscheiden müssen. Zwar müssten Bauwillige für den Quadratmeter nun weniger Geld in die Hand nehmen, gleichzeitig aber auch mehr Fläche erwerben. eli

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