Wertheim

Ausschuss für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Schulen (II) Beteiligungsbericht der Stadt vorgelegt / Bilanzen der Eigenbetriebe und Gesellschaften für 2018

Gesamtverschuldung des „Konzerns Wertheim“ um 1,2 Millionen Euro gestiegen

Archivartikel

Wertheim.Zur Information der Gemeinderäte und Bürger muss die Stadtverwaltung jährlich einen Bericht vorlegen über die Unternehmen, an denen die Stadt unmittelbar oder mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist.

Zum „Konzern Wertheim“ gehören fünf Eigenbetriebe und sieben wesentliche Beteiligungen an Gesellschaften. Die fünf Eigenbetriebe sind das Gebäudemanagement, die Abwasserbeseitigung, der Baubetriebshof, der Eigenbetrieb Wald und der Eigenbetrieb Burg. Beteiligungen bestehen unmittelbar an den Gesellschaften der Wohnbau Wertheim (mittelbar an der Volksbank Main-Tauber), der städtischen Holding (damit mittelbar an der Kom9, der Bädergesellschaft (100 Prozent), der Stadtentwicklungsgesellschaft (100 Prozent) und der Stadtwerke GmbH (51,07 Prozent)) und der Tourismus Wertheim GmbH (75 Prozent).

Weitere untergeordnete Beteiligungen bestehen unter anderem an der Beschäftigungsinitiative Wertheim, dem Zweckverband Mainhafen, am Kommunalen Rechenzentrum Mainfranken, am Mittelstandszentrum Tauber-Franken und an der Kreisbaugenossenschaft Bad Mergentheim.

Eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Kennzahlen des „Konzerns Wertheim“ für das Jahr 2018 lieferte Kämmerer Dieter Friedlein am Montag auf der Sitzung des Finanz- und Kulturausschusses.

Währen die Bilanzsumme der Eigenbetriebe mit 75 Millionen Euro nahezu gleich blieb, konnte die Bilanzsumme der Gesellschaften im Jahr 2018 um rund 6 Millionen Euro auf insgesamt 109 Millionen gesteigert werden. Die Bilanzsumme der Eigenbetriebe und Gesellschaften erfuhr erst in den letzten Jahren eine Zunahme und stieg von 384 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 419 Millionen Euro Ende 2018.

Das Anlagevermögen aller Eigenbetriebe belief sich im Jahr 2018 auf insgesamt 155,3 Millionen Euro. Der größte Posten entfällt dabei auf den Eigenbetrieb der Abwasserbeseitigung mit 48,5 Millionen, gefolgt von der Stadtwerke GmbH mit 41 Millionen Euro.

Längerfristig betrachtet blieb das Anlagevermögen seit dem Jahr 2011 mit 343 Millionen Euro nahezu gleich, während im selben Zeitraum die Kreditverbindlichkeiten leicht sanken.

Die Verschuldung

Während die Stadt ihre Verschuldung von 2016 bis Ende 2018 abbauen konnte, nahm die Verschuldung sowohl bei den Stadtwerken (von 9,4 auf 11,8 Millionen Euro) als auch der Wohnbau GmbH (von 7,4 auf 11,6 Millionen Euro) zu. Der Eigenbetrieb Abwasser hat den größten Schuldenstand, konnte ihn aber um 1,4 Millionen Euro auf 17,3 Millionen Euro senken.

Die Gesamtverschuldung des Konzerns (städtischer Haushalt, Eigenbetriebe und Gesellschaften) beträgt 57,8 Millionen Euro und hat sich im Jahr 2018 um 1,2 Millionen erhöht. Ursache dafür waren die Kreditaufnahmen der Stadtwerke und der Wohnbau GmbH zur Finanzierung ihrer Investitionstätigkeit. Absolut betrachtet hat sich die Verschuldung des „Konzerns“ seit 2011 von 63 Millionen Euro auf knapp 58 Millionen Euro verringert. „Es war ein ordentliches Jahr, die Eigenbetriebe haben ihr Ergebnis regelmäßig verbessert“, wertete Friedlein den Abschluss des Jahres 2018.

Gleichzeitig gab er noch einen Ausblick auf das laufende Jahr.

Im Ausblick erwähnte er ein Gesamtplanvolumen der Eigenbetriebe, der Gesellschaften und des städtischen Haushalts von 167 Millionen Euro für das Jahr 2019 und von 176 Millionen Euro für 2020. Dabei sei zu verzeichnen, dass die Investitionstätigkeit im Jahr 2020 bei knapp 28 Millionen Euro liegt.

„Damit ist die Stadt Wertheim ein wichtiger Auftraggeber für die heimische Wirtschaft und die regionalen Betriebe“, so Dieter Friedlein. Die Ausschussmitglieder nahmen vom Bericht Kenntnis. hei

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