Wertheim

"Musik zur Marktzeit" Abschlusskonzert in der Stiftskirche in Wertheim

Gefühlvolles Hörvergnügen präsentiert

Archivartikel

Wertheim.Eine große Zahl an Musikfreunden genoss am Samstagvormittag das Abschlusskonzert der aktuellen Reihe "Musik zur Marktzeit" in der Stiftskirche. Dabei bot ein besonderes Orgelspiel zum Reformationsjubiläum ein gefühlvolles Hörvergnügen.

Berthold Wicke aus Bonn ließ unter dem Oberthema "Choral-Fantasie" den "Choral III a-moll" von César Franck (1822-1890) und die "Reformationssinfonie" (Sinfonie Nr. 5 d-Moll) von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) erklingen. Wicke wurde 1950 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Theologie, Philosophie und Kirchenmusik in Heidelberg und Köln. Als Kantor in Bonn prägte er das dortige Kirchen- und Kulturleben maßgeblich. Heute gibt der Ruheständler Konzerte in ganz Europa.

Seinen ersten Auftritt in Wertheim hatte er als Pianist bei einem Konzert im Kloster Bronnbach. Sein jetziger Auftritt war sein zweites Konzert in der Main-Tauber-Stadt. Zugleich war es für ihn etwas Besonderes. Er und Bezirkskantorin Katharina Wulzinger waren früher Kollegen in Bonn. So war das Spiel in der Stiftskirche auch ein persönliches, freudiges Wiedersehen für beide.

Wie Wicke im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten erläuterte, greife er mit dem Choral von Franck das Thema Chorale allgemein auf. Für die Reformationssinfonie hatte er sich entschieden, weil in ihr der bekannte Lutherchoral "Ein fester Burg ist unser Gott" eine zentrale Rolle spielt. Die Sinfonie entstand im Winter 1829/30, erschien aber erst 1868 nach dem Tod des Komponisten. Sie besteht insgesamt aus sechs Teilen.

Für alle Freunde der "Musik zur Marktzeit" hatte Wulzinger eine gute Nachricht. "Die Reihe wird auf jedenfalls fortgesetzt", versprach sie in ihrer Begrüßung. bdg