Wertheim

Historie Das „Wertheimer Jahrbuch 2018“ ist erschienen / Viele Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte / Auch Einblicke in das Leben des Historischen Vereins

Gedruckte Schatzkiste für Geschichtsinteressierte

Archivartikel

Das neue „Wertheimer Jahrbuch“ ist erschienen. Viele Beiträge widmen sich der Wirtschaftsgeschichte.

Wertheim. Das „Wertheimer Jahrbuch“, herausgegeben vom Historischen Verein Wertheim in Verbindung mit dem Staatsarchiv Wertheim, ist wichtig für die Geschichtsschreibung der Main-Tauber-Stadt und deren Umgebung. Das Jahrbuch erscheint regelmäßig und das neueste Werk wurde am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs im Vortragssaal des Archivverbundes Main-Tauber vorgestellt.

Frank Kleinehagenbrock (Vorsitzender des Historischen Vereins Wertheim) und Monika Schaupp (Leiterin des Archivverbunds Main-Tauber und Schriftleiterin des Historischen Vereins Wertheim) präsentieren die Neuerscheinung „Wertheimer Jahrbuch 2018“ mit begründetem Stolz. Monika Schaupp meinte, man sei dem Jahr 2018 durch etwas Verzug mit Beiträgen wohl etwas hinterher, jedoch könnten sich die Menschen hierdurch einem erfreulicheren Thema im Vergleich zu manch anderen aktuellen zuwenden.

Das „Wertheimer Jahrbuch“ gibt es seit 1904, damals noch als kleines Heftchen. Der Zweite Weltkrieg verhinderte ein Erscheinen und auch für 1960er- sowie Teile der 1970er-Jahre ist eine Unterbrechung festzustellen. Seit 1977 wird die Reihe wieder fortgesetzt, immer wieder mal auch mit Doppelbänden, in der Zeit stark professionalisiert und von großer Wertigkeit geprägt.

Frank Kleinehagenbrock unterstreicht, das „Wertheimer Jahrbuch“ sei eine große Leistung für einen solchen Verein, „Forum für jene, die sich in der Geschichte tummeln“ und eine schöne Abwechslung für die Mitglieder des Vereins und weitere Interessierte. Er lobte die Schriftleitung. Vieles an Arbeit an dem Jahrbuch leiste Dr. Monika Schaupp.

Das Jahrbuch ist insgesamt chronologisch aufgebaut, auf den jeweiligen Inhalt bezogen. Die Beiträge sind sowohl von Wissenschaftlern wie auch von Leute mit anderen beruflichen Schwerpunkten erstellt, unterschiedliche Interessenlagen standen Pate für die Veröffentlichungen.

Die unterschiedlich langen Beiträge widmen sich diesen Themen: „Erlenfurt, auch Kohlhütte genannt - zur Historie eines Hofgutes im Hafenlohrtal“, „Die Papiermühlen in Windheim und Homburg“, „Zur Frühgeschichte des Haslocher Eisenhammers“, „Das Inventar des Eichelhofgartens im Todesjahr des Erbauers Graf Friedrich Ludwig 1796“, „Der jugendliche Zweig des kräftig blühenden Baumes teutscher Sangesvereine – Das Wertheimer Gesangfest 1844 auf dem Weg zum ersten nationalen Sängerfest in Würzburg“, „Stolzes Staunen über solch herrlichen Besitz – Burg Rothenfels: Neubeginn vor 100 Jahren“, „Die Wertheimer Tauberbrücke im Wandel der Zeit“, „Auf den Spuren der eigenen Geschichte. Ein Kunstprojekt von Wertheimern für Wertheimer“ sowie „Main-Tauber-Kreis in der Burgen-Datenbank Ebdat erfasst“.

Kleinehagenbrock und Schaupp erläutern gemeinsam, die Beiträge zeigten, dass die Schreiber sich bestens auskennen, Fähigkeiten hätten in der Erschließung von Quellen. Manches sei aus Archiven nochmals neu herausgearbeitet worden, wobei ein beträchtlicher Teil der verwendeten Unterlagen in Bronnbach liege. Spannende Sachen seien methodisch gut dargestellt, die Beiträge brächten Licht in manches Dunkel. Einige der Ausarbeitungen fußten auf Vorträgen. Der Umstand, dass diesmal relativ viel zur Wirtschaftsgeschichte zu lesen ist, sei Zufall.

Das Jahrbuch beinhaltet zudem diverse Buchbesprechungen und Buchanzeigen sowie zum Abschluss Einblicke in das Vereinsleben des Historischen Vereins Wertheim. Schaupp und Kleinehagenbrock bestätigen, sich bei der Auswahl des Titelbildes, ein Schwarzweißbild der Tauberbrücke mit Dachkonstruktion, gleich einig gewesen zu sein. Es sei bewusst Wert darauf gelegt worden, auch innerhalb des Jahrbuches viele Bilder zu integrieren und zwar direkt beim entsprechenden Text. Kleinehagenbrock betonte, es sei gut, das Archiv im Rücken zu haben, denn dies biete die Möglichkeit, das Jahrbuch intensiv zu bebildern.

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