Wertheim

Feuer in Mehrfamilienhaus 32 Bewohner wurden evakuiert und ins Krankenhaus gebracht / Sachschaden auf mehrere 10 000 Euro geschätzt / Polizei sucht Zeugen

Fünf Verletzte bei Brand in einem Hochhaus

Wartberg.Einer aufmerksamen Zeitungsausträgerin ist es zu verdanken, dass am Donnerstagabend bei einem Brand in einem Hochhaus auf dem Wertheimer Wartberg nicht Schlimmeres passiert ist.

Ursache unbekannt

Wie die Polizei mitteilte, hatte die Frau gegen 19.48 Uhr eine starke Rauchentwicklung im Eingangsbereich und im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses im Berliner Ring entdeckt. Sie alarmierte daraufhin die Feuerwehr.

Das Gebäude besteht aus acht Geschossen mit insgesamt 26 Wohneinheiten und über 70 Bewohnern. Die Hauseinwohner befanden sich zum Zeitpunkt des Eintreffens der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr in ihren Wohnungen. „Es bestand dort keine Gefahr für sie“, erklärte Stadtbrandmeister Ludwig Lermann gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

Der Polizei zufolge gerieten im Vorraum des frei zugänglichen Kellergeschosses mehrere, an einer Wand lagernde, Matratzen und ein Sessel in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Die Ermittlungen zur Ursache dauern derzeit an.

Durch den Brand war eine extreme Rauchentwicklung entstanden, die vom Kellergeschoss bis in die obere Etage das komplette Gebäude durchzog. Das Treppenhaus wurde mithilfe von Überdrucklüftern entlüftet.

„Glimpflich ausgegangen“

Gemeinsam mit der Polizei kontrollierten Feuerwehrleute die Wohnungen des Hochhauses auf mögliche Kontamination durch Rauchgase. Wie die Polizei mitteilte, wurden 32 Bewohner des ersten bis dritten Obergeschosses evakuiert und zur Untersuchung ins Krankenhaus Wertheim gebracht.

Fünf Bewohner erlitten leichte Verletzungen durch eine Vergiftung mit Rauchgas. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere 10 000 Euro geschätzt. „Es ist glimpflich ausgegangen“, so Ludwig Lermann.

Die Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 34 Mann zuzüglich Führungsgruppe im Einsatz.

Der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen, einem Leitenden Notarzt und rund 30 Kräften vor Ort. bdg