Wertheim

Würzburger Bergwaldprojekt Vielfalt des Ökosystems

Freiwillige im Einsatz für gefährdete Arten

Archivartikel

Böttigheim.Die Verantwortlichen des Bergwaldprojekts aus Würzburg veranstalten am Samstag, 8. Februar, einen Pflegeeinsatz mit 60 Freiwilligen in Böttigheim, um wertvolle Kalkmagerrasen mit ihren Orchideenvorkommen zu fördern.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg organisiert seit 1991 Freiwilligen-Wochen und Pflanztage in ganz Deutschland mit jährlich rund 3000 Teilnehmern. 2020 finden 122 Projektwochen an 52 verschiedenen Standorten statt. Außerdem organisiert der Verein Pflanz- und Pflegeeinsätze an einzelnen Tagen. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

„Aufgrund der kleinteiligen Landwirtschaft der Vergangenheit entstanden vielfältige Kulturlandschaften mit Hecken, Feldrainen, Waldsäumen und extensiv beweideten Flächen“, sagen die Bergwaldprojekt-Verantwortlichen. Diese Lebensräume würden zur Ansiedelung von an sie angepassten Arten führen. Wegen der Intensivierung aller Landnutzungsformen drohe dieser Reichtum heute wieder verlorenzugehen.

Der Schutz der Artenvielfalt gehe einher mit dem Erhalt der für die Arten wichtigen Lebensräume. In diesem Fall seien das die Trocken- und Magerrasen des Elsbergs bei Böttigheim mit ihrem außergewöhnlichen Reichtum an zum Teil stark gefährdeten Orchideenarten. pm

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