Wertheim

Kultur Tafel weist auf Höhefelder Sagengeschichte hin / Hugo Kuhn pflanzte Baum an historischer Steller / Expertin Claudia Lodders ging der Sache nach

„Frau Hullenbaum“ hütet das Knollenbergland

Höhefeld.Auf der Gemarkung von Höhefeld steht der „Frau Holle Baum“, auch „Hullebaum“ genannt. Seit kurzem zeigt eine Tafel vor dem Baum die Verbindung von Kulturhistorischem mit dem Sagenhaften.

Hugo Kuhn (Hochhausen, früherer Revierförster) hatte sich Anfang dieses Jahrtausends historische Karten aus dem 18. Jahrhundert näher angeschaut. Er machte die Entdeckung, dass an einer bestimmten Stelle bei Höhefeld ein Baum gestanden hatte.

Besagte Stelle war im Zuge der Flurbereinigung in privaten Besitz übergegangen. Also hat Kuhn ziemlich nah an der ursprünglichen Stelle an einer staatlich wiederaufgeforsteten Ecke einen Birnbaum gepflanzt. Claudia Lodders (Impfingen), eine Hobby-Sagen-Expertin, ist bei ihrer intensiven Beschäftigung mit Höhefelder Sagen auf das Thema gestoßen, hat die Sache intensiv weiter verfolgt.

Sie entwarf daraus einen passenden Text, welcher seit vergangenem Donnerstag auf einer Holztafel zu lesen ist: „Hier hütet Frau Holle mit helfender Hand viel tausend Jahre das Knollenbergland. An dieser Stelle stand noch lange ein Grenzbaum mit dem Namen „Frau Hullenbaum“ und kündete von der Verehrung der weisen alten Erde in Gestalt der Sagenfrau.“ Höhefelds Ortsvorsteher Christian Stemmler war erfreut über des lobenswerten Einsatz für die Ortschaft und überreichte den beiden Heimatforschern je ein Weinpräsent. hpw

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