Wertheim

Stadtjugendring Ehrenamtliche Kursleiter und Betreuer ermöglichten in den Ferien wieder vier Aktionen

Forscherkids staunten nicht schlecht

Wertheim.In vier Forscheraktionen konnten junge Forscher der ersten bis fünften Klasse in den Herbstferien Naturwissenschaften entdecken. Möglich wurde dies durch das ehrenamtliche Engagement von Kursleitern, Betreuern und jugendlichen Paten der Forscherkids des Stadtjugendring Wertheim sowie die Unterstützung durch Spender.

Die Woche begann mit einer Exkursion in die neue Experimenta Heilbronn. Die 30 Erst- bis Fünftklässler konnten dort an unzähligen Exponaten forschen und konstruieren. Besonders faszinierten unter anderem die Mikroskopstation, die Möglichkeit selbst Musik zu komponieren, die verschiedenen Stationen zum Bau von Fahrzeugen und Flugzeugen sowie die Wasserparabel die Bälle im hohen Bogen in ein Gefäß schoss.

Aber auch die Forscherexponate zur Tier und Pflanzenwelt sowie zu Technik und Bewegung kamen sehr gut an. Am Dienstag bekamen acht Zweit- bis Fünftklässler in einem Mikroskopiekurs einen Einblick in die Welt der kleinen Dinge. Dieser Kurs fand, wie die anderen Kurse der Woche, im Raum des Stadtjugendrings im Haus der Jugend und Vereine statt.

Einleitend bekamen die Kinder eine Einführung in den Aufbau und die Funktionsweise von Mikroskopen sowie die fachliche Bezeichnung der Bauteile. Anschließend wurden vorgefertigte Präparate aus der Pflanzen- und Tierwelt mikroskopiert. Zu sehen gab es unter anderem Stängel- und Blütenteile, den Mund einer Honigbiene und Muskelzellen.

Beim Zeichnen der Proben wurde die Aufmerksamkeit für kleine Details sowie das genaue Arbeiten mit Spaß geschult. Für die Jungforscher war es faszinierend, die Details mit bis zu 400-facher Vergrößerung zu bestaunen und dabei Feinheiten zu entdecken, die sie nicht vermutet hätten. Im Verlauf des Kurses fertigten die Kinder eigene Präparate aus hauchdünnen Zwiebelhäuten an und mikroskopierten ihre eigenen Fingerabdrücke.

Außerdem wurden die wichtigsten Bestandteile der Pflanzenzellen und ihre Funktion besprochen. Zum Abschluss der Kurses staunten die Kinder über Fotos, die Tierteile und Pflanzen unter dem Rasterelektonenmikroskop zeigten.

Am Mittwoch standen zwei besondere Kurse für insgesamt 15 Erstklässler auf dem Programm. Diese wurden selbstständig von den beiden Forscherkidspaten Janine Thoma (zwölf Jahre) und Conner Grosche (elf Jahre) geplant und durchgeführt.

Die Schulanfänger staunten über die Ergebnisse der Experimente, die sie allesamt selbst durchführten. So reinigten sie eine Münze, in dem sie sie in eine Limette steckten. Mit Hilfe von Wasserstoffperoxid, Hefe, Spülmittel und blauer Lebensmittelfarbe entstand der Schaumberg der „Elefantenzahnpasta“. Ein spezielles Rezept und Strohhalmen sorgten für riesige Seifenblasenberge, in denen das Licht zum Regenbogen gebrochen wurde. Im Freien wurde mit Hilfe von Brausetabletten und deren Hüllen Raketen geschaffen, die mehr als zwei Meter hoch fliegen können.

Mit bewegten Blasen kam die chemische Lavalampe daher. Besonders zum Staunen angeregt wurden die Jungen und Mädchen von farblosen Flüssigkeiten, die einen orangenen Indikator in unterschiedliche Farben veränderten und zugleich für Sprudeln sorgten. Es folgte ein Vulkan aus Farbe, Essig und Natron. Zum Schluss ließen die jugendlichen Kursleiter „Würmer“ aus Zucker und Natron aus einem Feuer wachsen. Conner und Janine erläuterten den Schulanfängern auch, was hinter den einzelnen Effekten der Experimente steckt.

Zum Abschluss der Forscherferien Herbst präsentierten die beiden diesjährigen Jugend-forscht-Gewinner der Forscherkids Christian Hartke und Emmi Fee Bartholme ihre Arbeiten und Ergebnisse. Beide gewannen den Schüler-experimentieren-Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken in ihren Fachgebieten und nahmen am Landeswettbewerb Baden-Württemberg teil.

Emmi wurde dort zudem mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die neun Kursteilnehmer der zweiten bis fünften Klasse erfuhren von Emmi, wie sie die richtigen Hausmittel zur Entfernung von Flecken aus unterschiedlichen Stoffen ermittelt hat. Außerdem versuchten die Kurskinder selbst Fettflecken mit verschiedenen Hausmitteln aus Baumwollstoff zu entfernen.

Dabei wurde ihnen deutlich, wie aufwendig Emmis Projekt mit weit mehr als 600 Einzelversuchen war. Christian präsentierte seine Forschungen zur Herstellung von Badeperlen aus natürlichen Stoffen.

Im Anschluss stellten die Kurskinder selbst Badeperlen nach seinem besten Rezept her. Das Interesse an den Forscherferien war groß, die Veranstaltungen waren allesamt überbucht.

Die Teilnehmer kamen aus der gesamten Region. Als Erinnerung gab es für alle Teilnehmer das neue Forscherkidsmagazin 2019/20 des Vereins.

Zum Thema