Wertheim

Familienrecht Gespräch am 20. November

Forderung geht in Erfüllung

Archivartikel

Wertheim.Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) veranstaltet eine Expertengesprächsrunde zum Thema „Reformbedarf im Familienrecht“ am Mittwoch, 20. November, um 19 Uhr im Restaurant „Dinges“, Mühlenstraße 26, in Wertheim. In der Gesprächsrund sind neben der Bundestagsabgeordneten Nina Warken (CDU), Mitglied im Rechtsausschuss, und Josef Linsler, ISUV -Ehrenvorsitzender, auch Astrid Leonhardt, Rechtspflegerin und Sachgebietsleiterin beim Jugendamt Mosbach a. D, Nina Bruckner, Fachanwältin für Familienrecht, sowie ein Vater, der das Wechselmodell praktiziert.

Ende Oktober erschien das Thesenpapier der Arbeitsgruppe „Sorge- und Umgangsrecht, insbesondere bei gemeinsamer Betreuung nach Trennung und Scheidung“. In 50 Thesen geben die Fachleute der Arbeitsgruppe einen Rahmen, in dem sich die künftige Reform des Sorgerechts nach Trennung und Scheidung bewegen soll. „Ein bisschen mehr Reformwille hatten wir schon erwartet. Was vorgeschlagen wird, bewegt sich weitgehend in eingefahrenen Gleisen. Mehr Mediation hätte schon sein müssen. Endlich geht eine zehn Jahre alte ISUV-Forderung in Erfüllung: Gemeinsame elterliche Sorge für alle Kinder ab Geburt und Feststehen der Vaterschaft, unabhängig, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Es bleibt nun abzuwarten, wie und wann die Thesen in einem Gesetzentwurf umgesetzt werden“, stellt Josef Linsler fest. Im Interesse von Kindern und Trennungseltern habe der ISUV eine Agenda vorgelegt mit Reformvorschlägen. Der zunehmende Trend von Eltern bei Trennung und Scheidung weiterhin gemeinsam Elternverantwortung zu übernehmen, mache in drei zentralen rechtlichen Bereichen gesetzliche Anpassungen notwendig: im Recht der elterlichen Sorge und des Umgangs, im Unterhaltsrecht und im öffentlichen Recht, so der ISUV.

Alle Interessierten können an der Veranstaltung teilnehmen.

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