Wertheim

Wirtschaft Neue Verschweißungstechnologie begeistert Jury / Revolutionäre RF-Technologie

Firma Kurtz erhält Auszeichnung

Archivartikel

Wiebelbach.Normalerweise versammeln sich jedes Jahr im März etwa 250 Entscheider der Kunststoffindustrie auf der „EPS Expo“ in Charleston (South Carolina) zur Fachkonferenz der EPS Industry Alliance. EPS umschreibt den Werkstoff, der als Styropor bezeichnet wird. Am Vorabend der Konferenz findet alljährlich die Verleihung des „Excellence in EPS Recycling Award“ statt. In diesem Jahr fand die Preisverleihung virtuell statt.

Recycling Award

Die Kurtz GmbH erhielt den „EPS Recycling Award“, mit dem herausragende Leistungen und neue Verfahren beim Recycling von EPS gewürdigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Auszeichnung schärfe das Bewusstsein für eine gute Recyclingfähigkeit von Polystyrol, die zumeist entweder ignoriert oder als zu schwierig zu recyceln abgetan werde. Der Beitrag der Kurtz GmbH für seine neue Hochfrequenz-Fusionstechnologie sei ein Beispiel für eine laufende Innovation im EPS-Recycling. Die durch den Kurtz Wave Foamer hergestellten Formteile bestünden zu 70 Prozent aus Recyclingmaterial. Der Prozess biete gleichzeitig Energieeinsparungen von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Herstellungsverfahren mit Dampf.

Seit der Einführung des EPS-Recycling-Preises im Jahr 2013 gab es insgesamt fast 60 Nominierte. Verliehen wird der Award in drei Kategorien: spezielle Programme und Initiativen, Recycling-Weiterentwicklungen und Technologie-Innovationen. Jede Kategorie hat fünf Bewertungskriterien, die so gewichtet werden, dass Einreichungen von großen und kleinen Unternehmen oder Organisationen auf einem Feld konkurrieren können.

Von den drei Preiskategorien setzte sich die Kurtz GmbH mit ihrer revolutionären RF-Technologie an die Spitze der Kategorie „Technologie-Innovationen“, heißt es in der Pressemitteilung. Mit RF werde das Verschweißen von Partikelschäumen ohne Dampf zur Realität. Somit werde künftig auch die Verarbeitung von technischen Kunststoffen und biologisch abbaubaren Materialien möglich. Mit dem RF-Prozess von Kurtz werde schon jetzt ein EPS-Recyclinganteil von über 70 Prozent erreicht. Herkömmliche Verfahren könnten maximal 20 Prozent recyceltes EPS verarbeiten. Anders als beim Dampfverfahren erfolge die Verschweißung mittels elektromagnetischer Wellen von innen nach außen und erziele somit eine perfekte Kernverschweißung. Bis Januar konnten Unternehmen ihre Projekte einreichen. Eine vierköpfige Jury aus hochkarätigen Vertretern der Verpackungsindustrie, der Forschung und Beratung sowie Nonprofit-Organisationen beurteilte die eingegangenen Bewerbungen.

Die Juroren zeigten sich demnach begeistert vom Kurtz RF-Prozess: Kurtz Ersa habe EPS auf eine Art und Weise neues Leben eingehaucht, wie es mechanisches Recycling niemals tun könne, so das Urteil.

Durch Investitionen in neue Technologien unterstütze Kurtz Ersa Fortschritte, um die Kreislaufwirtschaft zu optimieren und die Verwendung von recycelten Materialien wie EPS voranzutreiben.

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