Wertheim

Amtsgericht Rotlicht-Verstoß mit Unachtsamkeit begründet

Fahrer muss 1200 Euro Strafe zahlen

Archivartikel

Wertheim.Ein Autofahrer missachtete im Mai an der Kreuzung Spessartbrücke das Rotlicht der Ampel, und fuhr dadurch in die Fahrerseite eines anderen Pkw. Die Frau darin wurde leicht verletzt, und der Fremdsachschaden betrug 1500 Euro.

Der Verursacher, ein 65-jähriger Arbeiter, erhielt einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung. Er legte Einspruch ein, und so kam es zur Verhandlung am Amtsgericht.

Mann war sofort geständig

Der Angeklagte war von Bestenheid aus gekommen und wollte mit seinem Toyota geradeaus in die Bismarckstaße fahren. Von weitem habe die Ampel rot gezeigt, dann grün, und als er dort war bereits wieder rot. Er äußerte sein Bedauern über den Vorfall. Die 19-jährige Unfallgegnerin kam von der Spessart- und wollte geradeaus auf die Odenwaldbrücke fahren. Ein Krankenwagen wurde gerufen, ihre Verletzungen lagen im Nackenbereich.

Laut Aussage der Polizei war der Mann vor Ort gleich geständig, und der Beamte gelangte in der Einschätzung von dessen Schilderung zum Ergebnis, dass der Rotlichtverstoß eher aus Versehen passierte.

Fahrlässige Körperverletzung

Die Richterin gelangte nach der Beweisaufnahme zum Ergebnis, dass der Rotlichtverstoß zwar grob verkehrswidrig war, aber nicht unbedingt rücksichtslos, sondern auf Unachtsamkeit zurückzuführen. So kam es nur zur Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung, 20 mal 60 Euro, mit einem Fahrverbot von einem Monat. Im Fahreignungsregister in Flensburg werden zwei Punkte eingetragen.

Bei einer Verurteilung auch wegen Straßenverkehrsgefährdung hätte die Strafe bei etwa 45 mal 60 Euro gelegen, das Fahrverbot wäre höher ausgefallen, oder gar die Fahrerlaubnis entzogen worden. goe

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