Wertheim

Es braucht Mut

Als Leuchtturmprojekt angepriesen sollte die „Neue Soziale Mitte“ dem Wartberg und dem Reinhardshof neues Leben einhauchen. Jetzt liegt das Vorhaben auf Eis. Der Mehrheit des Gemeinderats ist angesichts der zu erwartenden Einnahmeausfälle offenbar der Mut abhanden gekommen.

Natürlich birgt das Millionenprojekt finanzielle Risiken. Die Bedenken sind nachvollziehbar. Doch wer sonst, wenn nicht der Staat, soll in dieser historischen Ausnahmesituation Geld für Investitionen in die Hand nehmen? Und: Es sind gerade die Kommunen, die den Wirtschaftskreislauf am Laufen halten müssen, wenn private Investoren vor dem Hintergrund der abflauenden Konjunktur kaum Mittel zur Verfügung haben. Sie können die notwendigen Impulse setzen.

Die Mittel dafür sind (noch) billig auf dem Kapitalmarkt zu bekommen. Allerdings fehlen derzeit klare Signale aus Stuttgart und Berlin, was eine Art „Rettungsschirm“ für Städte und Gemeinden angeht. Die Zeit drängt, sonst droht ein Stillstand, der in einer fatalen Abwärtsspirale mündet. Das Projekt auf dem Wartberg ist nicht nur als Investitionsprogramm für Unternehmen und deren Arbeitnehmer wichtig. Es ist eine notwendige Investition in die Bildung und hilft, soziale Herausforderungen zu bewältigen.

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