Wertheim

Übergabe Grundstein für Wachstum des Dorfs gelegt / Zwei Flächen sind bereits verkauft sowie sieben weitere reserviert

Elf neue Bauplätze in Reicholzheim

Archivartikel

Mit der Übergabe des dritten Abschnitts im Baugebiets „Schillgraben“ wurde der Grundstein für das weitere Wachstum des Dorfs gelegt.

Reicholzheim. Das Interesse am Neubaugebiet „Schillgraben“ ist groß. So waren bereits vor der offiziellen Übergabe zwei der elf Bauplätze verkauft, sieben weitere sind reserviert. Das Baugebiet umfasst rund einen Hektar Fläche. Seine Erschließungsstraße „Tauberblick“ zweigt als Stichstraße von der Straße „Zu den Kreuzen“ ab. Als weitere Verbindung zum dritten Abschnitt wurde ein Fußweg zur Straße „Am Rain“ und zum oberhalb gelegenen, noch nicht erschlossenen Teil des Baugebiets geschaffen. Die Grundstücke im eingeweihten Abschnitt sind zwischen 650 und 1100 Quadratmeter groß. Der Kaufpreis beträgt 109 Euro pro Quadratmeter.

Stadt soll weiter wachsen

Die Auftragssumme für Straßenausbau und Kanalverlegung lag bei rund 437 000 Euro. Hinzu kamen Kosten für Ingenieurbüro, Bodengutachten, Bepflanzung und Grunderwerb sowie ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Die Stadtwerke investierten für Wasser-, Strom- und Gasversorgung sowie Straßenbeleuchtung rund 93 000 Euro. Die asphaltierte Verkehrsmischfläche der Erweiterung ist 138 Meter lang und 5,2 Meter breit. Am Ende der Stichstraße gibt es einen Wendehammer mit drei PKW-Stellplätzen. Die Entwässerung erfolgt im Mischsystem in das bestehende Kanalnetz.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez sagte, die Übergabe sei ein Signal dafür, dass Wertheim in seiner Gesamtheit wachsen solle. Dies beinhalte sowohl die Kernstadt als auch die Ortschaften. Dafür brauche es Wohnraum und Bauplätze. Man setze sowohl auf die Ausweisung von Neubaugebieten, als auch auf Geschosswohnungsbau und Sanierung im Bestand.

Gemäß der Ergebnisse der Wohnungsmarktmarktanalyse wolle man pro Jahr 50 neue Grundstücke in der Kreisstadt schaffen. Bisher habe man im laufenden Jahr neue Bauflächen in Kembach, Dörlesberg und Dietenhan eingeweiht. Nach der nun erfolgten Übergabe in Reicholzheim komme im Dezember noch das Neubaugebiet in Höhefeld dazu. „Damit haben wir 2019 insgesamt 57 neue Bauplätze geschaffen“, so der Oberbürgermeister. Am 25. Februar hatte der Gemeinderat die Erweiterung beschlossen. „Sie wurde sehr zügig umgesetzt“, lobte Herrera Torrez alle Beteiligten. Er freute sich über das große Interesse an den Bauplätzen. „Wir überlegen bereits eine Erweiterung des Schillgrabens.“ Im vierten Bauabschnitt könnten laut Stadtverwaltung bis zu 20 weitere Bauflächen entstehen.

Reicholzheim biete eine gute Infrastruktur mit schöner Lage, einer guten Verkehrsanbindung an Straße und Schiene und aktive Vereine. Beispielhaft verwies er auf den Fasching und, aus privaten Interesse, auf den Fußball. 2020 werde man die Sanierung des Gemeindezentrums weiterführen, versprach er. Es sei wichtig, in Kernstadt und Ortsteile zu investieren, auch wenn dafür Kreditaufnahmen nötig seien. „Wir können und wollen uns das leisten.“

Erhalt der Nahversorgung

Ortsvorsteher Sebastian Sturm dankte allen Beteiligten. „Es ist schön, dass das Baugebiet so schnell reserviert wurde.“ Bisher seien sieben der Bauplätze von Reicholzheimern reserviert oder von ehemaligen Dorfbewohnern, die wieder zurück in die alte Heimat ziehen wollen. Er versprach, dass man am langfristigen Erhalt der Nahversorgung im Dorf arbeiten werde. „Schauen wir, wie schnell der neue Abschnitt restlos voll ist“, schloss er.

Thomas Beier, Geschäftsführer der Stadtwerke Wertheim, erklärte, man habe elf Hausanschlüsse gesetzt. Hinzu kamen 237 Meter Versorgungsleitungen für Wasser, 443 Meter für Strom in Niederspannungskabeln und ein Kabelverteilerschrank sowie 296 Meter Gasleitungen. Zusätzlich verlegte man Leerrohre, durch die alle Häuser zukünftig mit Glasfaserleitungen für schnelle Datenübertragung versorgt werden können. Für die Straßenbeleuchtung wurden 270 Meter Kabel verlegt. Die acht Straßenlaternen sollen kommende Woche installiert werden. „Insgesamt ist die Maßnahme gut gelaufen“, resümierte er.

Robert Himmel von der ausführenden Baufirma Konrad Bau freute sich, die Maßnahme umzusetzen. Das Unternehmen arbeite gerne in Wertheim und freue sich auf weitere Aufträge dort. Himmel dankte allen beteiligten Partnern am Bau. Man arbeite oft und gerne mit ihnen zusammen. Der Stadt Wertheim dankte er für den Auftrag.

Im Anschluss zerschnitten Vertreter von Stadtverwaltung, Gemeinderat, Ortschaft, Baufirmen und Bauherren das obligatorische Band und übergaben so den Abschnitt.

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