Wertheim

Novum im Franck-Haus Mutter und Tochter mit gemeinsamer Ausstellung / Elke Martiny widmet sich besonders der Natur und deren Gewalten

Eine persönliche Form der „Musée Imaginaire“

Archivartikel

Marktheidenfeld.Im Marktheidenfelder Franck-Haus haben schon viele Künstler gemeinsam ihre Werke, oft auch die Generationen übergreifend, präsentiert.

An eine gemeinsame Ausstellung von Mutter und Tochter könne er sich jedoch in zwei Jahrzehnten zunächst nicht erinnern, meinte Marktheidenfelds zweiter Bürgermeister Martin Harth vor rund 50 Gästen bei der Vernissage zur Ausstellung „Musée Imaginaire“ der Künstler Elke und Almut Martiny im städtischen Kulturzentrum an der Untertorstraße.

Harth erinnerte dabei an das gleichnamige Konzept des französischen Kunsttheoretikers André Malraux, der mit Hilfe der Fotografie gewohnte Orte, Stile und Formen zu einer utopischen Gesamtschau der Kunst überwinden wollte.

Mutter und Tochter Martiny führten im Franck-Haus Dinge, Erfahrungen und Artefakte in sehr unterschiedlichen künstlerischen Techniken zu ihrer Form eines „Musée Imaginaire“ zusammen. Almut Martiny, die ihre Mutter aufgrund des Alters und der mit einer solchen Veranstaltung verbundenen Anstrengungen entschuldigen musste, bezeichnete die Begriffe Wandlung, Veränderung und Evolution als Verbindung der Arbeitsweisen beider Künstlerinnen.

Bei Elke Martiny stehe dabei das menschliche Leben im Blickpunkt. Ihr eigenes Werk widme sich Bereichen wie der Natur und deren Gewalten.

Gespiegelte Detailfotografien

Tochter Almut Martiny, die ein Studium der Kunstgeschichte absolvierte, sieht ihre Anfänge in der gezeigten gegenstandslosen Malerei. Mit gespiegelten Detailfotografien schaffe sie teils auf Triptychon-Stoffbannern einen neuartigen Kosmos mikroskopischer Welten, betrachte die Wandlungen des Lebens auf ihre Weise.

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