Wertheim

Ortschaftsratssitzung Bisher keine Zustimmung zur zu schaffenden Ausgleichsfläche für das DRK-Rettungszentrum / Änderung der Friedhofssatzung gewünscht

„Ein schöner Plan mit vielen Ideen“

Archivartikel

Eine Entscheidung über die Ausgleichsfläche.für das DRK-Rettungszentrum legte der Ortschaftsrat aufgrund mangelnder Informationen auf Eis. Fortschritte hingegen gab es in Sachen Friedhof.

Bettingen. Das Thema Ausgleichsflächen stand auf der Agenda bei der jüngsten Sitzung des Bettinger Ortschaftsrates. Konkret ging es dabei um die Frage, ob in Bettingen auf einem Areal hinter der Obstanlage eine Ausgleichsfläche für das geplante DRK-Rettungszentrum gegenüber der Rotkreuzklinik geschaffen werden soll. Zu einem konkreten Beschluss kam der Ortschaftsrat in der Angelegenheit allerdings nicht. „Wir tun uns schwer, wenn dafür Ackerfläche in großem Stil umgewidmet wird“, brachte Ortsvorsteher Ralf Tschöp die Bedenken des Gremiums auf den Punkt.

Grundsätzlich habe man jedoch kein Problem damit, wenn in Bettingen Ausgleichsflächen für ortsfremde Projekte entstehen würden, betonte Tschöp. „Wir wollen eine Kombination, bei der die Äcker weiter landwirtschaftliche genutzt werden können, aber trotzdem Ausgleichsflächen entstehen können“, beschrieb der Ortsvorsteher die von der Bürgervertretung präferierte Lösung. Denn die landwirtschaftlichen Flächen in Bettingen würden nach wie vor benötigt. „Es gibt noch Diskussions- und Gesprächsbedarf“, lautete das Fazit des Vorsitzenden des Ortschaftsrats. „Es wäre auch mein Wunsch, dass wir noch weitere Informationen kriegen“, schloss sich Ortschaftsrätin Ines Ulsamer-Beck seiner Einschätzung an.

Dementsprechend kam das Gremium zu dem Schluss, seine Entscheidung vorerst zu vertagen. Stattdessen lautet der nächste Schritt: „Wir wollen uns die Vorgehensweise durch den städtischen Umweltbeauftragten Jens Rögener noch einmal erklären lassen“, wie Ralf Tschöp ausführte.

Das Friedhofskonzept

Fortschritte konnte der Ortsvorsteher beim Friedhofskonzept verkünden. So sei die Sandsteinplatte für das anonyme Gräberfeld mittlerweile da. Darüber hinaus gebe es „einen schönen Plan mit vielen Ideen“. Bei der Stadt sei dieser auf reges Interesse gestoßen. Einige der angedachten Änderungen auf dem Gottesacker seien allerdings auch problematisch, weil diese in der Friedhofssatzung der Stadt Wertheim nicht vorkämen.

Tschöp betonte, er habe bei dem Thema gegenüber der Stadt jedoch auf der Autonomie Bettingens bei der Friedhofgestaltung gepocht. Zudem müsse die kommunale Friedhofssatzung ohnehin bald aktualisiert werden, so dass jetzt ein günstiger Zeitpunkt sei, um mit neuen Ideen zu kommen. Freilich sei dabei aber immer das Thema Kosten zu beachten.

Eine erfreuliche Nachricht hatte der Ortschaftsrat für alle werdenden Eltern in dem Wertheimer Ortsteil. Dort werden nämlich die Geburtenbäume wieder eingeführt. „Das ist im Budget locker drin“, sagte Ortsvorsteher R alf Tschöp zu der Entscheidung. Neben den Gutscheinen für die Bäume sollen den Bürgern ohne eigenen Garten auch entsprechende Flächen zum Anpflanzen zur Verfügung gestellt werden.

Einsatz gelobt

Ein Lob sprach die Bürgervertretung den Bettingern für ihren Einsatz bei der Aktion „Saubere Landschaft“ aus. Rund 50 Einwohner haben bei dieser mitgemacht. Und dabei auch eine besondere Problemfläche gesäubert, nämlich den Hang vom McDonalds bis zum Autohof. „Wir wollten mal sehen, wie lang es dort sauber bleibt“, begründete der Ortsvorsteher die dortige Saubermach-Maßnahme.

Um zugleich zu monieren, dass die Fläche, welche dem Landkreis gehört, nur zweimal pro Jahr gesäubert werde. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Tschöp nach eigener Aussage nun einen Antrag bei der Stadt Wertheim gestellt, dass diese regelmäßig dort für Ordnung sorgen soll. „Wir rechnen damit, dass der Antrag angenommen wird“, zeigte sich der Ortsvorsteher zuversichtlich.

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