Wertheim

Klein, aber fein Weihnachtsmarkt in Waldenhausen lockte zahlreiche Besucher an

Eigenproduktionen standen hoch im Kurs

Waldenhausen.Das Flair des Waldenhäuser Weihnachtsmarktes ist etwas ganz besonderes. Davon waren nicht nur die Gäste, sondern auch Ortsvorsteher Gerrit Lang überzeugt. Der ältesten Weihnachtsmarkt ist der 1310 gegründete Markt in Bautzen, der Bekannteste finde in Dresden statt, der größte in Nürnberg – „Der schönste der 3000 Weihnachtsmärkte in Deutschland ist aber der in Waldenhausen“, sagte er. organisiert hat ihn federführend der Gesangverein Waldenhausen. Und so wurden im Schein von Lichterketten und Kerzen zahlreiche leckere, schöne und praktische Waren im „Bergmannshof“ und im Stall der Familie Schumacher präsentiert. Würstchen, Gegrilltes, frisch gebackene Waffeln und viel Selbstgemachtes wurden verkauft.

Es gab Holzarbeiten, Weihnachtsschmuck, Gestricktes, Marmelade und Liköre aus der heimische Küche, Plätzchen und Christstollen, während der Gesangverein stimmte den Liedern, wie „Singt in den Advent“, einstimmte. Der Markt lockte nicht nur die Waldenhäuser und ihr Freunde an. Auch Radfahrer und Jagdteilnehmer machten Rast an den Ständen. Für die älteren Gäste bot vor allem die Diashow im Stall eine schöne Abwechslung. Martin Ries hatte dafür Bilder ab dem frühen 20. Jahrhundert aus dem Dorfleben zusammengestellt. Aus ihnen möchte er einen historisches Bildband erstellen.

Die Kinder fieberten dem Besuch des Nikolaus entgegen. Erstmals übernahm der Wertheimer Boris Kellner diese Rolle. Natürlich hatten die Kleinen ein Gedicht für den prominenten Besucher vorbereitet. „Lieber Nikolaus, gehst von Haus zu Haus“, reimten sie. Die Jüngsten hatten aber auch wichtige Informationen für den Gaben bringenden Bischof. So berichtete ein Kind, dass es mindestens zwei Nikoläuse gibt, einen in Waldenhausen und einen in Kreuzwertheim. Bevor es die Geschenke gab, schaute der Nikolaus in sein goldenes Buch der bösen und braven Kinder. Dabei stellte sich heraus, dass die Waldenhäuser Kinder absolute Engel waren, sieht man mal von keine Lust auf das Training und auf Hausaufgaben ab.

Nach dem Besuch des Nikolaus machte sich der Nachwuchs daran, die große Tanne am Rathaus des Dorfs zu schmücken. bdg

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