Wertheim

Wettbewerb „Kreative Köpfe“ zum zehnten Mal Außergewöhnliche Preisverleihung / In einer Videokonferenz wurden Leistungen der insgesamt 13 Teilnehmer gewürdigt

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Archivartikel

Bei einer außergewöhnlichen Preisverleihung des Wettbewerbs „Kreative Köpfe“ wurden junge Erfinder für ihre tollen Projekte geehrt.

Bestenheid. Corona sorgte auch bei den „Kreativen Köpfen“ für einige Änderungen. So musste die Preisverleihung in Präsenzform entfallen. Mit Hilfe einer Videokonferenz wurden die kreativen Köpfe dennoch würdig geehrt. Die Preisverleihung wurde dabei aus der Räumen von Lutz Pumpen in Bestenheid übertragen und mehrere Redner waren virtuell zugeschaltet.

Wettbewerbskoordinator Wolfgang Konrad begrüßte die jungen Erfinder und viele weitere am Wettbewerbsbeteiligten zur ersten virtuellen Preisverleihung. Man habe sich für diesen Weg entschieden, da alle überzeugt waren, dies sei spannender und erlebnisreicher, als die Preise nur per Post zu versenden. Außerdem hätten so alle Beteiligten die Möglichkeit, die Preisträger zeitgleich zu erfahren. Am zehnten Wettbewerb realisierten 13 junge Erfinder insgesamt zehn Projekte.

Jürgen Lutz, Vorsitzender des Fördervereins Kreative Köpfe, erklärte, alles sei darauf angelegt gewesen, das Jubiläum in gebührendem Rahmen zu feiern. Bis zum Projektstart in den Unternehmen sei alles regulär verlaufen, dann habe die Entwicklung der Pandemie in Deutschland Fahrt aufgenommen. „Die Gesundheit aller Beteiligten stand für uns immer an erster Stelle.“ Die Jurysitzung habe man unter Hygiene und Abstandsauflagen im Juli in Präsenzform durchführen können. Er lobte alle kreativen Köpfe für ihre guten Präsentationen.

Von Umsetzung begeistert

Die Jury sei von den Ideen und deren Umsetzung begeistert gewesen. Dank sprach er Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez, dem Team der Stadtverwaltung, den Unternehmen, Fachexperten und Lehrern für die Unterstützung aus. „Sie alle leisten einen Beitrag zum Erfolg des Wettbewerbs.“ Dank sprach er zudem Wolfgang Konrad und Wettbewerbsleiterin Iris Lange-Schmalz aus. Lutz zeigte sich zuversichtlich, alle am Wettbewerb beteiligten 2021 wieder in Präsenz treffen zu können. „Bleiben sie gesund, kreativ und optimistisch!“

Herrera-Torrez präsentierte einen Videoclip aus einer Kampagne der Bundesregierung, die für eine Reduzierung physischer Kontakte in der Coronapandemie warb. Darin wird gesagt, man werde durch das Zuhausebleiben und „nichts tun“ ein Held der Coronakrise.

„Ihr, die Erfinderinnen und Erfinder seid auch Helden, nicht weil ihr nichts getan habt, sondern weil ihr kreativ wart und Erfindungen vorangebracht habt.“ Die Innovationen der Schüler würden das tägliche Leben einfacher machen. „Wenn ihr dran bleibt, könnt ihr später zu denen gehören, die Erfindungen machen, von denen die gesamte Menschheit profitiert.“ Durch die Umsetzung ihrer Ideen in den letzten Monaten seien sie schon jetzt zu Helden geworden. Ausdauer und Geduld seien mitverantwortlich für den Erfolg beim Wettbewerb. Er freute sich, dass es nun im dritten Anlauf mit einer Preisverleihung geklappt habe. Er dankte und gratulierte allen Teilnehmern. „Ihr alle seid Gewinner.“ Die Gesellschaft brauche Menschen mit Kreativität zur Lösungsfindung und Leute die bereit sind neue Wege zu gehen. Dies sehe man besonders in der Pandemie. „Ich freue mich schon auf die elfte Auflage der kreativen Köpfe.“

Der Juryvorsitzender Professor Volker Siegismund von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Standort Bad Mergentheim, stellte die Projekte der Erfinder vor. „Schade, dass ihr sie nicht vor Ort in Aktion zeigen könnt“, meinte er und beschrieb anschließend die einzelnen Bewertungskriterien. Dabei geht es es um Innovation, Kreativität und die Schonung von Ressourcen. „Es gibt keinen Planeten B! Die Erde, die wir haben, müssen wir schonen.“

Bei der Realisierung gehe es um die Umsetzung des Exponats, sowie die Eigenleistung der Teilnehmer. In der Kategorie Marktfähigkeit werde bewertet, ob es sich um einen Prototyp handelt oder das Modell mit wenigen Änderungen bereits verkauft werden könnte.

Bewertet wird auch die Präsentation. „Alle waren hier hervorragend, es war schwierig einen Gewinner für diese Kategorie festzulegen.“ Projekte, die über alle Kategorien hinweg die meisten Punkte sammelte wurden mit dem Gesamtpreis ausgezeichnet.

Wettbewerbsleiterin Iris Lange-Schmalz freute sich darüber, dass man zumindest auf digitalem Wege die Sieger küren könne.

Die Urkunden, Preise sowie Wertheim Cards als Teilnehmergeschenk erhalten die Jugendlichen per Post. „Ihr habt der Erwachsenenwelt gezeigt, welcher Erfindergeist in euch steckt“, lobte sie. Gemeinsam mit Koordinator Wolfgang Konrad gab sie die Sieger der Kategorien bekannt (siehe Infobox).

Neben der Laudatio der Jury wurden auch die lobenden Worte der betreuenden Experten verlesen.

In kleinen Interviews während der Preisverleihung berichteten die online zugeschalteten Teilnehmer, dass es zumeist ihr Alltag oder Beobachtungen in ihrem Umfeld waren, die sie auf die Ideen brachten. Übereinstimmend sagten sie, dass die Teilnahme am Wettbewerb viel Spaß gemacht habe und sie jedem Schüler empfehlen, daran teilzunehmen.

Für die Lehrerschaft sprach Philipp König, Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymmnasium Wertheim. Er lobte den Wettbewerb als familiär und dennoch professionell durchgeführt. Von den Ideen und deren Umsetzung zeigte er sich begeistert.

Vollwertiges Teammitglied

Die abschließenden Worte sprach stellvertretend für alle Teilnehmer Pauline Hegmann. Der Wettbewerb sei gut, um mit den Unternehmen in Kontakt zu kommen. „Ich fühlte mich dort als volles Teammitglied.“ Ihr Dank galt allen am Wettbewerb Beteiligten.

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