Wertheim

Jahreshauptversammlung Sachsenhäuser Wehr musste zu keinem Einsatz ausrücken, übte aber fleißig

Dirk Gärtner weiter an der Spitze der Feuerwehr

Archivartikel

Sachsenhausen.Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenhausen wurde der Kommandant Dirk Gärtner in seinem Amt bestätigt und für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Unterdessen fiel die Wahl des neuen Schriftführers auf Sören Beck , der Dominik Englert nach 15 Jahren Amtszeit ablöste.

In den Kreis der Vorstandschaft rückte Sebastian Lotz als Beisitzer nach und Erik Mattern besetzt den Posten eines Kassenprüfers neu. Weiter wurde Heiko Beck in seinem Amt des Kassenprüfers bestätigt.

Mit dem Silbernen Ehrenzeichen wurden Erik und Jens Mattern geehrt. Beide starteten vor 25 Jahren in der Jugendfeuerwehr ihre Feuerwehrlaufbahn. Noch am Anfang ihrer Feuerwehrzeit stehen die Jugendlichen Maxim Neb, Nils Kunze, Phillipp Amend und Elena Amend. Sie erhielten das Abzeichen der Jugendflamme Stufe I, das sie im Jahr 2019 erfolgreich ablegten.

Im Jahresrückblick von Kommandant Dirk Gärtner konnte er von 18 Übungen der Aktiven und der Atemschutzgruppe berichten, bei denen Sebastian Lotz der Übungsfleißigste war. Wie in den vergangenen Jahren beteiligte sich die Wehr wieder an vielen örtlichen Veranstaltungen, so zum Beispiel dem Maibaum aufstellen, dem Christbaumfest und dem Brandweiher reinigen.

Zu einem Einsatz ist es seit der letzten Versammlung nicht gekommen. Im Vergleich zur Saison davor waren es drei Einsätze, zu denen die Feuerwehr ausrücken musste. So appellierte der Kommandant seine Mannen dazu, die Übungsbeteiligung hoch zu halten, da man immer vorbereitet sein muss.

22 Übungen

Schriftführer Dominik Englert berichtete in seinem Rückblick, neben dem alljährlichen Grillfest und dem Kesselfleischessen, noch vom Feuerwachdienst beim Westernfest in Nassig. Hier übernahmen Kameraden der örtlichen Wehr einen Schichtdienst zur Absicherung des Großevents vor einem Brand.

Neben zwei Hochzeiten von Feuerwehrmitgliedern musste sich die Feuerwehr allerdings auch von zwei älteren Kameraden verabschieden, die im Jahr 2019 verstorben sind. Dies waren das Gründungsmitglied Otto Klein und Lothar Kirchner.

Jugendwart Martin Ries blickte mal wieder auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurück.

Mit 22 Übungen und aktuell acht Jugendlichen standen neben Theorie und Praxis auch einige Ausflüge auf dem Programm. So besuchte man zum Beispiel das Schwimmbad Miramar in Weinheim und die Landesfeuerwehrschule Bayerns in Würzburg.

Das Highlight des vergangenen Ausbildungsplans war jedoch die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr, die nach 2014 zum zweiten Mal stattfand. Bei einem straff durchorganisierten Plan mit Übernachtung und Verpflegung im Feuerwehrgerätehaus wurden neun Einsätze simuliert und nach der Alarmierung von den Kids abgearbeitet.

Neben einer unklaren Rauchentwicklung in einer Firmenwerkstatt wurden auch echte Feuer gelöscht, wie einem Flächenbrand, eine Gartenhütte im Vollbrand und ein Mülleimerbrand. Sogar mit anderen Hilfsorganisationen wurde kooperiert. Bei einem Verkehrsunfall übergab man die verletzten und befreiten Personen an die Sachsenhäuser „Helfer-vor-Ort“-Gruppe.

Mit dabei war eine Streifenwagen-Besatzung der Polizei, die einen Einblick in ihre Tätigkeit rund um einen Unfall gaben. Ortsvorsteher Udo Beck lobte die Wehr für ihre geleistete Arbeit.

Er bezeichnete sie als einen von mehreren Kulturträgern in der Gemeinde und freue sich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Bei den beiden Kandidaten zum Stadtbrandmeister, Rainer Schwenk und Torsten Schmidt, die ihr jeweiliges Konzept bei der Versammlung vorstellten, warb er auch für die Beachtung der kleinen Ortswehren.

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