Wertheim

Jahreshauptversammlung Verein zählt über 500 Mitglieder / Hundestaffel bei Mauersturz an Stiftskirche im Einsatz

Die DLRG-Jugend baute die Onlinepräsenz aus

Archivartikel

Wertheim.Unter besonderen, coronabedingten Einschränkungen fand die Jahreshauptversammlung der DLRG-Gruppe Wertheim im Sitzungssaal der Stadt mit 25 Mitgliedern statt. Im Mittelpunkt standen Berichte aus den einzelnen Ressorts zum Jahr 2019.

Laut Vorsitzendem Andreas Hoffmann war das vergangene Vereinsjahr wieder von Anfang bis Ende mit verschiedenen Veranstaltungen, Ereignissen und Freizeiten gefüllt. Zu diesen Ein- und Mehrtagesprogrammen kamen noch das regelmäßig stattfindende Schwimmtraining, der wöchentliche Jugendtreff, zahlreiche Sitzungen und Besprechungen, Arbeitseinsätze und die Termine zur Aus- und Weiterbildung des Einsatztrupps und der Rettungsschwimmer.

Ein derartiges Jahresprogramm sei nur durch das rege Engagement der Ausbilder, Trainer und Betreuer zu realisieren gewesen. Viel Zeit und ehrenamtliche Energie wurde wieder in den Wachdienst im Freibad sowie in die beiden Großveranstaltungen „Moonlightschwimmen“ (Mondlichtschwimmen) und Altstadtfest investiert, bei denen die DLRG sich nicht nur der Öffentlichkeit präsentierte, sondern auch die finanzielle Rücklage aufstockte, die der Verein nun dieses Jahr dringend brauchte. 2019 wird für die DLRG Wertheim auch als das Hochzeitsjahr in Erinnerung bleiben, denn die Schwimmer standen innerhalb weniger Monate gleich dreimal Spalier bei Aktiven.

Sucheinsatz in Impfingen

Aus dem Bereich Einsatztrupp berichtete der stellvertretende Vorsitzende und Einsatzleiter Wolfgang Hauser. Im Vordergrund stand wieder die konsequente Aus- und Fortbildung im und auf dem Wasser sowie zu Lande. Umsetzen konnte der DLRG sein Wissen bei einem mehrtägigen Sucheinsatz im Raum Impfingen, auch wurde die Rettungshundestaffel beim Mauereinsturz an der Stiftskirche angefordert. Für ein langes Wochenende war die DLRG Wertheim Gastgeber einer Bootsweiterbildung des Landesverbandes Baden. Außerdem hat sie als Logistiktruppe an einer Katastrophenübung der Landesverbände Baden und Württemberg teilgenommen und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gestärkt.

Im Bereich Tauchen, so Technischer Leiter Markus Arlt, konnten aufgrund mangelnder Zeit nicht alle Ziele erfüllt werden. Zurzeit befinden sich vier Personen in der Tauchausbildung. Die technische Leiterin Erste Hilfe und Sanitätswesen, Alexa Müssig, musste leider berichten, dass die DLRG in Ermangelung eines aktuellen Ausbilders keinen internen Erste-Hilfe-Kurs im Jahr 2019 anbieten konnte. Hauptaugenmerk war die Umsetzung einer neuen DLRG-Richtlinie, wonach alle Einsatztruppmitglieder bis spätestens zum Jahresende 2021 als Mindestqualifikation den San-B-Schein besitzen müssen. Hier gab es auch Gespräche mit dem Bezirk und mittlerweile konnten schon einige die Lehrgänge erfolgreich absolvieren. Weitere Themen waren neue Patientenprotokolle sowie die Bestückung des San-Rucksackes.

Der Technische Leiter Schwimmen und Rettungsschwimmen, Christian Fischer, informierte anhand einer Powerpointpräsentation mit vielen Daten und Namen über die Ausbildung und das Training in den Schwimmbädern und die Abnahme der diversen Schwimmabzeichen. Jugendleiter Florian Müssig präsentierte in Form vieler Bilder das abwechslungsreiche und kurzweilige Programm der Jugend. Höhepunkte waren das große Sommerzeltlager in Oberdachstetten, diverse Freizeiten im In- und Ausland sowie die Bezirks- und Landesmeisterschaften, bei denen die Jugend wieder zahlreiche Pokale und Medaillen errang. Das Jugend-Einsatz-Team (JET) traf sich 2019 mehrmals zu Übungen bei denen sie das grundlegende „Handwerkzeug“ des Wasserrettungsdienstes kennenlernten. Außerdem wurde die Präsenz in den Sozialen Medien ausgebaut und über eine Onlineplattform kann man nun allen Mitgliedern eine vielfältige Vereinsbekleidung anbieten.

Dass der Verein trotz Investitionen und größeren Anschaffungen erfolgreich gewirtschaftet hat, zeigte der Bericht von Kassenverwalter Gunter Kachel. Auch 2019 erwirtschaftete die DLRG wieder ein Plus, welches zum Teil in die Renovierung des Vereinsdachs investiert wurde, zum anderen der Rücklage zuging. Da beide Kassenprüfer nicht persönlich der Versammlung beiwohnen konnten, lag der Prüfbericht in Schriftform vor. Der im Anschluss beantragten Entlastung des Vorstands wurde von der Versammlung ohne Gegenstimme zugestimmt.

Der Posten eines Kassenprüfers musste neu besetzt werden. Hierfür stellte sich Jessica Endress zur Verfügung, die ohne Gegenstimme gewählt wurde.

Bezirksleiter Thomas Zemmel unterstrich, dass die DLRG Wertheim mit ihren über 500 Mitgliedern eine der größten Vereine im Raum Wertheim wie auch unter den 31 Gruppen im Bezirk sei. dlrg

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