Wertheim

Westernfest Nach nicht ganz einmütigem Votum laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren / Gäste reisen wieder von weither an

Der Wilde Westen kommt nach Nassig

Archivartikel

Inzwischen steht es, das große, gut 2000 Menschen fassende Zelt in „Nassig Forest“. Mit seinem Aufbau ab Donnerstagnachmittag hat die heiße Phase der Vorbereitung auf das 26. Westernfest begonnen.

Nassig.Sie hat ein bisschen was von einem „Veteranentreffen“, die Szenerie, die sich am Donnerstagnachmittag auf dem Gelände am alten Nassiger Sportplatz entfaltet. Junge Helfer sind hier diesmal nicht zu sehen, nur jung gebliebene „alte Kämpen“.

Das Fehlen des Nachwuchses erklärt Axel Kempf zumindest teilweise mit einer „Konkurrenzveranstaltung“. An diesem Wochenende finde bekanntlich das Taubertal-Festival in Rothenburg ob der Tauber statt. „Da hat es einige schon hingezogen.“ Für diejenigen, die dageblieben sind und eifrig mithelfen hat der Vorsitzende des Kulturkreises Nassig im Verlauf des Nachmittags eine gute Nachricht: „Heute Abend gibt es Kesselfleisch.“

Na, da freut sich doch (fast) jeder und packt gleich noch mal so kräftig zu. So ein Zelt baut sich schließlich nicht von allein auf. Weiß auch Klaus Deppisch, der Zeltmeister von der Verleihfirma aus Ochsenfurt. Mit lauter Stimme und der ein oder anderen spitzen Bemerkung führt er das Kommando. Und achtet ganz nebenbei darauf, dass alles richtig läuft, keine Fehler passieren und auch niemand in Gefahr gerät.

Deppisch kennt sich aus, nicht nur in seinem Job, sondern auch in Nassig Forest. Seit Jahren ist er beim Westernfest-Zeltaufbau dabei und besonders angetan davon, wie die Mannschaft, diesmal sind rund 25 Helfer am Werk, „Hand in Hand zusammenarbeitet.

Zeitdruck

Das habe ich anderen Orts auch schon ganz anders erlebt“, berichtet der Zeltmeister, um gleich darauf schon wieder Anweisungen zu geben. Nichts ist auf dem Gelände am alten Sportplatz davon zu spüren, dass man eigentlich schon ein bisschen unter Zeitdruck steht. „Wir haben relativ spät entschieden, dass das Westernfest in diesem Jahr stattfindet“, so Axel Kempf. Und ganz einmütig sei die Meinung dazu auch nicht gewesen, verrät er, dass die Abstimmung relativ knapp ausgefallen ist. Im vergangenen Jahr ist die Veranstaltung, des „Super-Sommers“ und der anhaltenden Trockenheit wegen, bekanntlich ausgefallen. Ähnliches drohte auch diesmal. Nach einem Rundgang mit Stadtbrandmeister Ludwig Lermann gab es dann aber „grünes Licht“.

Sehr zur Freude nicht nur der Macher, sondern vor allem auch der vielen Fans des Westernfestes. „Die ‚Comanchen’ aus Mecklenburg-Vorpommern können es gar nicht abwarten, die weite Reise zu uns anzutreten“, weiß Klaus Merkl.

Große Nachfrage

Auch die Indianer vom „Stamm der wehenden Winde“ wollen unbedingt wieder dabei sein. Die Paddocks (Koppel) seien voll ausgebucht, „da haben wir so viele Anmeldungen wie noch nie“, informiert Herbert Müller, der darauf ein Auge hat. Auch bei den Campern gebe es eine große Nachfrage.

In der Zwischenzeit steht, auch dank Achim Häußler und seinem Trecker, zumindest ein Teil des Zeltgerüstes und man beginnt auch bereits, die ersten Zeltbahnen darüber zu ziehen. Alles zusammen durchaus schweißtreibend.

„Aufgrund der gefährlichen Sumpfmücken wurde empfohlen, lange Hosen anzuziehen“, grinst Klaus Merkl mit Blick auf Axel Kempf. Beide sind aber, wie auch die anderen Helfer, froh, dass man nicht am Tag zuvor mit dem Zeltaufbau begonnen hat.

Da hat es nämlich heftig geregnet. Davon hofft man natürlich, in den nächsten Tagen weitgehend verschont zu bleiben, auch wenn das Nass von oben dem Wald und dem Boden durchaus guttut.

Aber vor allem zwischen dem 16. und dem 18. August soll es doch bitteschön trocken bleiben. Bis dahin gibt es in Nassig Forest noch einiges zu tun.

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