Wertheim

Ökumenischer Gottesdienst zur Michaelis-Messe Pastoralreferentin Ute Zeilmann und Pfarrer Peter M. Fischer Seite an Seite

Der Silberstreif am Horizont war Thema

Wertheim.Der ökumenische Gottesdienst in der Main-Tauber-Halle hat zwar längst Tradition, dennoch wird man die „Messe zur Messe“ in diesem Jahr sicher in Erinnerung behalten.

Zum einen, weil sie diesmal nicht, wie eigentlich geplant, zum Erntedankfest stattfand, sondern tatsächlich am „Michaelistag“. Zum anderen, weil man das „geistliche Paar“ auf der Bühne so noch nicht zusammen gesehen hatte.

Neues „Paar“

An der Seite von Pastoralreferentin Ute Zeilmann für die katholische Kirche, stand Peter M. Fischer, Pfarrer im Ruhestand, der in den nächsten Wochen in der evangelischen Kirchengemeinde Dienst tun wird.

„Das ‚M’ im Namen steht für Michael“, verriet er. „Insofern bin ich prädestiniert für diesen Gottesdienst am Michaelistag.“ Dass die Schar der Gläubigen zumindest am Anfang noch etwas klein war, nahm Fischer ziemlich gelassen. Wo er bis jetzt gewirkt habe, „im Ruhrgebiet, da wo das Herz des deutschen Fußballs schlägt, im Schatten der Arena auf Schalke, hätten wir von solchen Besucherzahlen beim Gottesdienst nur geträumt“.

Auch die Pastoralreferentin räumte ein, „wenn wir Katholiken zur Messe einladen, sind die Reihen meist noch lichter besetzt“. Sie sah diese „Leerstellen“ als Aufforderung und Ermutigung, die angestammten Plätze zu verlassen. Dazu gehöre dann eben auch ein Gottesdienst in der Main-Tauber-Halle.

Der wurde musikalisch mitgestaltet vom Projektchor unter der Leitung von Bezirkskantorin Katharina Wulzinger. Auch wenn „hier auf der Erde so manches Mal der Teufel los“ sei, Neid, Missgunst, Rechthaberei, Streit, ja sogar Gewalt zunehmen, sah Pfarrer Fischer in seiner Predigt dennoch einen Silberstreifen am Horizont. Denn „alle unsere Namen sind im Himmel geschrieben, jeder von uns ist bei Gott. Kann uns das nicht fröhlich feiern lassen?“. ek

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