Wertheim

Matinee im Hofgarten

Der Lehrer und seine Schüler

Archivartikel

Hofgarten.Die nächste Matineeveranstaltung zur laufenden Ausstellung „Eugen Bracht (1842 – 1921) Maler der Atmosphäre – sein Werk und seine Schüler“ findet am Sonntag, 1. Dezember, um 11.15 Uhr im Saal des Hofgartenschlösschens statt.

Referent Dr. Jörg Paczkowski hat die Thematik „Eugen Bracht als Lehrer und seine Schüler“ insbesondere unter dem Motto „Die Landschaft als Hauptmotiv“ untersucht.

Eugen Bracht hatte eine kaum überschaubare Zahl an Schülern und war als Lehrer sehr beliebt, auch wenn es mitunter zu Spannungen kam. Deutlich wird in dem einstündigen Vortrag werden, dass Bracht bestrebt war, selbstständige Maler auszubilden – keine Epigonen.

Seine besondere Größe bestand darin, dass er durchaus Kritik von Schülern an seinen Bildern akzeptierte und, besonders die Diskussion unter denselben förderte. Bracht ging es in seinem Unterricht nicht darum, bestimmte sujets zu fordern.

Wilhelm Leibl, der berühmte Münchner Maler, hat einmal treffend formuliert: „Es komme nicht darauf an, was man malt, sondern wie man malt“. Auch für Bracht könnte dieser Satz ein Credo gewesen sein. Zahlreiche seiner Schüler wurden Mitglieder der Berliner Secession; der Künstlergruppe um Max Liebemann, die den Weg zur „klassischen Moderne“ ebnete.

In der aktuellen Ausstellung sind einige Schüler Brachts mit Ihren Werken vertreten. So auch Fritz Geyer (1872-1933), der von 1895-1898 Unterricht bei Bracht genoss. Zwei Gemälde hatte Geyer nachweislich in Wertheim gemalt.

Im Zentrum des Vortrags wird besonders das Verhältnis von Lehrer und Schülern stehen. Ein Thema, das in der Kunst immer wieder eine wichtige Rolle spielt. pm

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