Wertheim

Eröffnung Evangelische Kindertagesstätte in Sonderriet verfügt ab sofort über weitere Betreuungsplätze / Bedarf an U3-Plätzen steigt

Das „Bienennest“ ist eröffnet

Archivartikel

Das „Bienennest“ ist eröffnet. So heißt die neue Krippengruppe der evangelischen Kindertagesstätte in Sonderriet, die am Freitag offiziell eröffnet wurde.

Sonderriet. Für das „Bienennest“ wurde die Einrichtung seit September umgebaut. Ein Schlafraum, ein Waschzimmer und ein großer Spielbereich wurden für die Kleinsten eingerichtet – alle in hellen, einladenden Farben.

Insgesamt sieben U3-Plätze (sprich für Kinder unter drei Jahren) gibt es in der neuen Gruppe. Dass dringend Bedarf an neuen Betreuungsplätzen in der Einrichtung war, betonte Wertheims Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. „In den letzten zwei bis drei Jahren sind wir immer von rückläufigen Kinderzahlen ausgegangen, dieser Trend hat sich aber mittlerweile glücklicherweise wieder umgedreht“, so der Rathauschef.

Inzwischen gebe es wieder einen großen Bedarf an Betreuungsplätzen, vor allem bei den U3-Plätzen – auch in Sonderriet. Rund 150 000 Euro hat die Stadt Wertheim nach Aussage des Oberbürgermeisters in den Umbau der evangelischen Kitas investiert, um Platz für die „Bienennest“-Gruppe zu schaffen. „Bis jetzt gehen wir davon aus, dass wir diesen Kostenrahmen auch halten“, merkte das Stadtoberhaupt an und verwies zugleich darauf, dass die Maßnahme in Sonderriet nicht die einzige ihrer Art in Wertheim sei.

Insgesamt 1,5 Millionen Euro habe die Stadt in ihrem Haushalt 2019/2020 für Maßnahmen im Kita-Bereich eingeplant. „An dieser Zahl kann man sehen, dass uns die Kleinsten unheimlich viel wert sind“, unterstrich Herrera Torrez.

„Es war wirklich an die Zeit, die Kindertagesstätte zu erweitern“, fand auch Bianca Mai, Leiterin der Einrichtung in Sonderriet. Wie sie erklärte, habe es in der Kita bisher nur eine altersgemischte Gruppe gegeben, in der maximal fünf U3-Kinder dabei sein durften. Dies habe es immer schwerer gemacht, den Anfragen der Eltern gerecht zu werden. „Die Kinderzahlen steigen wieder, das merken wir auch in Sonderriet“, merkte Pfarrer Christoph Brandt an. Mit Blick auf die neue U3-Gruppe sagte der evangelische Geistliche: „Je früher Erziehungsarbeit anfängt, desto besser.“

Vier der insgesamt sieben neuen Plätze sind indes bereits belegt, im nächsten Monat sollen nach Aussage der Leiterin noch zwei weitere Kinder hinzukommen. In der bereits bestehenden Gruppe werden künftig ausschließlich Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aufgenommen.

Insgesamt 25 Plätze gibt es dort, davon sind 18 bereits belegt. Durch die Erweiterung verfügt die Kindertagesstätte damit also insgesamt über 32 Betreuungsplätze.

Mai zeigte sich mit der Erweiterung und dem Umbau der Kindertagesstätte überaus zufrieden. „Wir haben von der Stadt mehr bekommen, als wir erwartet haben“, sagte sie. Neben den Räumen habe man etwa auch noch eine neue Fensterfront, schallgedämmte Deckenplatten, eine Funkklingel und teilweise eine neue Beleuchtung erhalten.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten damit allerdings noch nicht. Als nächstes soll nun noch der Außenbereich gemeinsam mit den Eltern kleinkindgerecht umgebaut werden, unter anderem mit einem Sandkasten und einer Rutsche.

Dass der Ortsteil Sonderriet als Ganzes durch die Kita-Erweiterung an Attraktivität gewinnt, davon war Ortsvorsteher Udo Kempf überzeugt. „Ein Kindergarten mit Krippengruppe ist für uns schon ein Aspekt, der zieht“, so Kempf. Ein besonderes Lob sprach er den Eltern aus, die unermüdlich mitgeholfen haben. „Das muss man ganz hoch anrechnen“, so Kempf.

Zum Thema