Wertheim

Leserbrief Zu „Sinnvoll und längst überfällig“ (FN, 30. April)

Bußgeld vom Neuwert abhängig machen

Archivartikel

Es gibt zwei Möglichkeiten, dass die Verkehrsregeln eingehalten werden. Erstens – eine hundertprozentige Überwachung, was nicht durchführbar ist, oder zweitens – die Strafen müssen weh tun, was meistens nicht der Fall ist. Der neue Bußgeldkatalog ist nicht gerechter geworden. Für das gleiche Vergehen muss im Extremfall der eine zwei Stunden arbeiten, der andere eine ganze Woche. Das Bußgeld über das Einkommen abhängig zu machen wurde schon viel diskutiert. Dies ist kaum realisierbar. Der eine hat kein Einkommen, zum Beispiel Schüler und Studenten, der andere wenig, aber ein großes Vermögen, der dritte bekommt sein teures Auto gesponsert. Also, wieso macht man das Bußgeld nicht vom Neuwert des Fahrzeugs abhängig? Egal woher es kommt und wer es fährt. Ich würde das neu festgelegte Bußgeld als Basis nehmen für ein Auto mit einem Neuwert von 10 000 Euro. Wer ein Auto für 30 000 Euro fährt, zahlt den dreifachen Preis, wer ein 100 000 Euro teures Auto fährt, den zehnfachen. Für den Wert des Neufahrzeuges gibt es sicherlich Tabellen, nach denen die Kfz-Versicherungen die Prämien ermitteln. Denen reicht die Fahrzeug-Identifizierungs-Nummer. Für andere Fahrzeuge, zum Beispiel Motorräder müsste man den Basispreis natürlich anpassen, zum Beispiel 3 000 Euro Die Toleranzgrenze bei Geschwindigkeitsüberschreitungen würde ich, wie zum Beispiel in Frankreich, auf fünf Kilometer pro Stunde erhöhen. Grundsätzlich gilt für alle: Wer sich an die Regeln hält, zahlt nichts. Wenn die Verkehrsregeln von den Fahrern besser eingehalten werden, hat die Polizei auch mehr Zeit andere Verkehrssünder, wie Radfahrer auf Gehwegen oder solche, die Ampeln missachten, zu beobachten.

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