Wertheim

Ostermarkt Nach einem eher mauen Samstag war die Innenstadt am gestrigen Sonntag gut besucht

Bummellaune stieg bei Sonnenschein

Ostermarkt und Saatgutfestival lockten gestern – im Gegensatz zum Samstag – viele Menschen in die Stadt.

Wertheim. Wie gut, dass es am gestrigen Sonntag trocken, ab und zu sonnig und zeitweise sogar mild war. Denn diese Bedingungen lockten zahlreiche Besucher nach Wertheim zum Ostermarkt und verhinderten, nach dem höchstens mit viel Wohlwollen als „mau“ zu bezeichnenden Samstag, dass Stadtbetreiber und Marktbeschicker vollends in depressionsähnliche Zustände gerieten.

Aber vielleicht war es ja nicht nur das Wetter, vielleicht waren es auch die Oldtimer, die an der Stiftskirche und auf dem Marktplatz abgestellt waren und nicht nur Männerherzen höherschlagen und Augen leuchten ließen. Derart eingestimmt machte man sich dann auf den Weg zum Mainparkplatz, wo die Autos bei der traditionellen Neu- und Gebrauchtwagenausstellung alltagstauglicher waren.

Hatte man am Vortag hier die Besucher noch an zwei oder drei Händen abzählen können, so waren es gestern zwar nicht „unzählige“, aber doch bedeutend mehr. Was möglicherweise auch daran lag, dass der Weg von der Anlegestelle des THW-Fährdienstes nahezu unweigerlich über das Autoausstellungsgelände führte. Wenn die äußeren Bedingungen mitspielen, dann bummelt man auch gerne an den Ständen im Mainvorland vorbei und nimmt die Angebote dort auf dem „Euromarché“ nicht nur wahr, sondern auch an.

Offenbar ihr Handwerk verstanden und im Vorfeld richtig „gut ausgesät“ hatten die Organisatoren des dritten Saatgutfestivals. Die „Ernte“? Eine wahrlich proppenvolle Main-Tauber-Halle.

„Es hat schon nachgelassen“, vermeldete Bernd Weigand vom Obst- und Gartenbauverein Sachsenhausen, der die Vorbereitungen, gemeinsam unter anderem mit Jens Rögener, federführend in die Hand genommen hatte. Zum Glück hatte es etwas nachgelassen, denn so manche Speise war längst ausverkauft.

„Wienerle gibt’s noch“, informierte Weigand. Aber es war schon noch etwas mehr Essbares vorhanden, verhungern musste gewiss niemand. Auch auf dem Ostermarkt in der Stadt nicht. Schließlich hatten hier ja auch noch viele Geschäfte geöffnet, die besucht werden wollten. Nur die Osterhasen waren, angesichts der Menschenmengen, am Sonntag vielleicht nicht mehr ganz so großzügig mit der Herausgabe der gefärbten Eier. Die sollten schließlich für möglichst alle reichen.