Wertheim

Wirtschaft Bestenheider Unternehmensgruppe zog bei Videokonferenz Bilanz / Fast 1000 Beschäftigte weltweit / Mitarbeiter für langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt

Brand liefert viele Produkte für Tests und Forschung

Archivartikel

Bestenheid.Die Weihnachtsfeier von Brand, Vacuubrand, Vitlab und Brand International hat Tradition: Viele Mitarbeiter der Brand-Gruppe freuen sich Jahr für Jahr auf die gemeinsame Veranstaltung in der Main-Tauber-Halle. Wie bei vielen Dingen war in diesem Jahr auch hierfür wegen der Pandemie eine neue Lösung erforderlich, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Brand-Gruppe habe diese Lösung mit der ersten digitalen Weihnachtsfeier der Unternehmensgeschichte gefunden.

Der geschäftsführende Gesellschafter Christoph Schöler begrüßte demnach jüngst mehr als 530 Mitarbeiter via Videokonferenz. Viele Mitarbeiter haben das neue Format genutzt, um mit ihren Angehörigen von zu Hause aus teilzunehmen. Gesendet wurde live aus dem kurzerhand zum „Studio 1“ umfunktionieren Seminarraum von Vaccubrand in der Alfred-Zippe-Straße.

Flexibilität und Engagement haben die Mitarbeiter der Brand-Gruppe auch bei anderen Herausforderungen. „Corona und gleichzeitig die Einführung neuer SAP-Software bei Brand und bei Vitlab waren unsere großen Themen in diesem außergewöhnlichen Jahr“, sagte Schöler und dankte den Mitarbeitern für ihre Disziplin und ihr Verständnis für die Corona-Maßnahmen.

Hygieneregeln, Maskenpflicht, Schichtentrennung, Home-Office und kurzfristige Änderungen der Arbeitsbedingungen hätten den Mitarbeitern und ihren Familien viel abverlangt, so Schöler. Dadurch sei dasen die Unternehmen gut durch die Krise gekommen. Mit der Einführung neuer SAP-Sofware bei Brand zum September und bei Vitlab zum Jahreswechsel habe die die größte IT-Investition in der Unternehmensgeschichte gestemmt. Vaccubrand und Brand International arbeiten bereits mit dem neuen System, so dass die Brand-Gruppe an allen deutschen Standorten weitgehend ein gemeinsames System nutzt.

„Wir haben das SAP-Projekt trotz Schichtentrennung und Home-Office nicht abgesagt. Teamgeist und der Wille, gemeinsam erfolgreich zu sein, haben das möglich gemacht“, so Schöler.

Trotz Krisenjahr solide

Geschäftlich stehe die Brand-Gruppe auch im Krisenjahr solide da, auch wenn nicht alle Ziele erreicht wurden. Die Gruppe werde im Jahr 2020 weltweit mit fast 1000 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 144 Millionen Euro erreichen.

„Es ist uns gelungen, den Umsatz ab Werk in Deutschland zu steigern. Im vergangenen Jahr kam das Wachstum hauptsächlich von Vaccubrand, in diesem Jahr von Brand“, erklärte Schöler. Alle Unternehmen der Gruppe seien in zukunftsträchtigen Märkten wie Biopharma, Chemie, Life Sciences oder erneuerbare Energien tätig. Im Moment seien darüber hinaus viele Produkte für Coronatests und Impfstoffforschung systemrelevant.

Die Geschäftsführer Wolfgang Nicolaus für Vitlab, Frank Gitmans für Vaccubrand und Patrick Ziemeck für Brand präsentierten die Ergebnisse des Jahres 2020 im Detail. Dazu gab es kurze Videos über alle deutschen und internationalen Standorte: Video-Weihnachtsgrüße aus der Tochtergesellschaft in Shanghai, Eindrücke vom indischen Lichterfest Diwali oder eine Rede des Geschäftsführers der US-Tochtergesellschaften in deutscher Sprache – die Online-Version der Weihnachtsfeier ließ das weltweite Team noch näher zusammenrücken. Auch von den beiden Betriebsratsvorsitzenden Thorsten Hilgner (Brand) und Alexander Liebler (Vaccubrand) gab es Videobotschaften.

Für Treue ausgezeichnet

Christoph Schöler dankte anschließend 78 Mitarbeitern für ihre Treue und ihr Engagement, darunter Dieter Pahl, Anita Prokopp und Renate Rempt mit 40-jähriger Betriebszugehörigkeit sowie Norbert Beck, Thomas Franz, Armin Gumprich, Edgar Ott und Hartmut Reinlein, die ihrem Unternehmen seit 45 Jahren die Treue halten. Im kommenden Jahr will die Brand-Gruppe trotz Corona-bedingter Unsicherheiten weiter wachsen. Schöler stellte dazu einige der geplanten Investitionen in Digitalisierung und strategische Produktinnovationen vor. Außerdem will die Gruppe als attraktiver Arbeitgeber mit motivierten Mitarbeitern in der Region und darüber hinaus noch bekannter werden.

Auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit seien weiterhin ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Demzufolge setzt die Gruppe in den Werken in Deutschland ab Januar 2021 zu 100 Prozent auf Energie aus Wasserkraft und spart damit viele Tonnen CO2 ein.

„Wir in der Brand Gruppe haben Grund zu Optimismus. Wir sind stark und unabhängig“, fasste Schöler seinen Ausblick zusammen. Mit Blick auf die nächste Weihnachtsfeier machte er deutlich, was er sich für 2021 bei aller Freude über die digitale Veranstaltung wünscht: „Ich hoffe, dann gibt es wieder eine richtige Weihnachtsfeier gemeinsam vor Ort in der Main-Tauber-Halle.“ pm

Zum Thema