Wertheim

Gemeinderat Gremium beschließt erste Kleinprojekte, die über Regionalbudget gefördert werden / Vorschläge aus der Bevölkerung

Bald gibt es „Sonnensofas“ mit Blick auf Wertheim

Archivartikel

Kreuzwertheim.In der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Kreuzwertheimer Gemeinderats waren gleich Sachentscheidungen zu treffen. So ging es um drei Projekte im Rahmen der Förderung von Kleinprojekten über das Regionalbudget der kommunalen Alianz Raum Marktheidenfeld. Projektziele sind die Attraktivierung und Aufwertung im Mainvorland von Kreuzwertheim.

Die Förderanträge für die Kleinprojekte bis 20 000 Euro waren zwischen dem 3. März und dem 31. März einzureichen. „Aufgrund der sehr engen zeitlichen Vorgaben des erstmalig aufgelegten Regionalbudgets hat die Gemeinde kurzerhand drei Projekte eingereicht, die Vorschläge aus der Bürgerschaft aufgreifen und umsetzen wollen“, hieß es in der Vorlage.

So hätten Seniorengremien vorgeschlagen, auf dem Mehrgenerationenplatz mehr Angebote für die ältere Generation einzurichten. Es solle sich um Geräte handeln, die Bewegung und Koordination verbessern. Zudem sei die Umgestaltung des Mainvorlands mit mehr Möglichkeiten zum Ausspannen und Relaxen von den Bürgern gewünscht worden. Für jedes Projekt muss die Marktgemeinde einen Eigenanteil leisten. Über die Sinnhaftigkeit der einzelnen Projekte war sich das Gremium nicht einig.

Bewegungspark

Beim ersten Projekt handelte es sich um zwei „Sonnensofas“ aus heimischen Hölzern, die Einheimischen und Gästen die Möglichkeit geben sollen, sich an der frischen Luft zu entspannen und die zum Sonnenbaden einladen. Am Mainufer sollen zwei dieser Liegen mit Blick auf Wertheim errichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5416 Euro, wovon nach Abzug des Zuschuss ein Eigenanteil der Gemeinde von 2139 Euro verbleibt.

Das zweite Projekt ist der „Bewegungspark Vital“ in Kreuzwertheim. Es sollen Bewegungs- und Fitnessgeräte für die ältere Generation auf dem Mehrgenerationenplatz geschaffen werden. Durch einzelne sportliche Übungen können Muskeln gestärkt und die Sicherheit im Alltag erhöht werden sowie das Verletzungsrisiko minimiert werden, schreibt die Verwaltung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6731 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde auf 2658 Euro.

Als drittes Projekt soll auf dem Mehrgenerationenplatz im Bereich des Obstgartens eine Senioren-Doppel-Schaukel errichtet werden, die natürlich für alle Erwachsenen geeignet sei. Die Gesamtkosten der „Seelenschaukel mit Burgblick“ liegen bei 10689 Euro, der Eigenanteil bei 4222 Euro. Laut Thoma werde geprüft, inwieweit man durch Eigenleistung des gemeindeeigenen Bauhofs bei der Montage Kosten sparen könne.

Gerd Flick (SPD/Plus) fand die Initiative begrüßenswert, sah es aber als weniger gut an, dass sich alles ziemlich kompakt im Mainbereich sammle. Er schlug vor, die Sonnenliegen eher an den Kaffelstein zu stellen. Am Main wären die Liegen wahrscheinlich oft durch Touristen belegt.

Ortsteile nicht vergessen

Thoma erklärte, man müsse prüfen, ob eine Änderung des Aufstellort möglich sei, ohne die Förderung zu verlieren. Wo genau die Liegen am Main stünden, sei aber frei wählbar. Günter Kohrmann (CSU) fand es gut, dass solche Angebote gefördert werden und etwas für Senioren geschaffen wird. „Die Schaukel würde ich aber weglassen“, schränkte er ein. Silvia Klee (SPD/Plus) betonte, nachdem keiner dieses Jahr in Urlaub fahren könne, finde sie die Ideen der Geräte gut.

„Es ist ein schönes Signal an die Menschen, dass wir trotz der Situation etwas tun.“ Sie schlug, vor die Liegen an den Main zu stellen, eine davon in der Nähe der Brauerei. Flick sah die Gefahr, einer Beschädigung der Liegen durch Autos im Bereich des Mainvorland. Kohrmann ergänzte, er gebe schon genügend Sitzmöglichkeiten am Mainvorland

Man habe dort die letzten Jahre schon viel investiert. „Wir sollten auch die Ortsteile nicht vergessen.“ Letztendlich stimmten zwölf Räte für die Anschaffung der Liegen, vier waren dagegen. Eine soll unterhalb der Brauerei, die andere weiter vorne aufgestellt werden. Mit einer Nein- und 15 Ja-Stimmen wurde die Anschaffung des Bewegungspark beschlossen.

Die Zustimmung für die Seelenschaukel fiel mit elf Ja- und fünf Nein-Stimmen für die Geräte aus. Dem Vertragsabschluss über die Förderung und der Bestellung aller Geräte stimmten 15 Räte zu (eine Nein-Stimme).

Bauanträge genehmigt

Keine Einwände hatte das Gremium gegen zwei Bauanträge, die bereits über die Notregelung von Bürgermeister Thoma beschlossen wurden. Diese Notregelung ermöglicht eine solche Entscheidung, damit es bei den Bauherren zu keiner Verzögerung kommt. Der Gemeinderat ist im Anschluss zu informieren und nach Einwänden zu befragen. Bei den Bauanträgen handelt es sich um einen Tekturantrag für eine Änderung beim Bau einer Einzelgarage in Kreuzwertheim sowie einen Neubau eines Einfamilienwohnhaus im Freistellungsverfahren in Röttbach. bdg

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