Wertheim

Ortschaftsrat Waldenhausen Bessere Sicht für Autofahrer ab Anfang November / Sanierung von Straßen erst für 2024 vorgesehen

Bäume an der Tauberböschung werden auf Stock gesetzt

Archivartikel

Waldenhausen.Die Anliegen der Bürger werden in Waldenhausen ernst genommen. Dies zeigte sich am Dienstag im Feuerwehrhaus bei den Sachstandsberichten zu den Anfragen aus vorangegangener Sitzung.

Damals wurde die Sichtbehinderungen durch Bäume entlang der Tauber kritisiert. Sie verschlechtern am Ende der Brücke den Blick von der Ortsausfahrt Waldenhausen auf die L 506 Richtung Wertheim. Wie Ortsvorsteher Gerrit Lang am Dienstag berichtete, hatte der Ortschaftsrat zur Thematik eine Begehung mit dem Flussmeister und seinen Mitarbeiter durchgeführt. Dabei wurde entschieden, dass Anfang November die Bäume bis 110 Meter Luftlinie von der Ausfahrt entfernt „auf Stock gesetzt“ werden, um die Sicht der Autofahrer zu verbessern.

Ebenso erfüllt wurde der Bürgerwunsch die Einstellungen der Außenbeleuchtung am Mehrzweckgebäude zu verbessern, so dass die Nachbarn dadurch nicht mehr belästigt werden. So wurde der Bewegungsmelder neu eingestellt, damit er nicht mehr bei jedem vorbeikommenden Tier auslöst. Die Lampen wurden so verändert, dass sie nun mehr in Richtung Straße zeigen.

Zum Verbindungsweg Kirchäckerstraße-Rüdenholzweg erklärte Lang, dieser werde im Rahmen der Sanierung der Kirchäckerstraße geschottert und verdichtet. Hinsichtlich des Einwohnerwunsches nach Rasengräbern hatte er mit dem Liegenschaftsamt der Stadtverwaltung telefoniert.

„Wenn wir dies Grabart wollen, können wir sie auch bekommen“, resümierte er das Gespräch. Der Ortschaftsrat will zur Thematik einen Beschluss fassen und entsprechende Haushaltsmittel beantragen. Die Pflegemaßnahmen der Gräber soll später über das Grünflächenbudget finanziert werden.

Ortschaftsrat Nils Ries ging auf die Vorteile dieser Grabart ein. Solche Gräber könnten einfach gepflegt werden. Dies sei vor allem vorteilhaft für Angehörige, die nicht vor Ort wohnen.

In der aktuellen Bürgerfragestunde wurde angemerkt, dass Lastwagen mit über 30 Tonnen Gewicht die Brücke nach Waldenhausen überfahren, obwohl dies ein Schild für diese Gewichtsklasse verbiete. Lang erläuterte, dass die Gewichtsbegrenzung dem Schutz des Brückenbauwerks diene.

Zu schwere Lastwagen

Fahrzeughalter können aber Sondergenehmigungen für das Überfahren beantragen. Zuständig sei das Landratsamt Main-Tauber-Kreis, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Aus der Diskussion der Bürger war zu entnehmen, dass nicht alle mit der Vergabepraxis zufrieden waren.

In seinem Rückblick auf September und Oktober sprach Lang viel Lob aus. Der Brötchenservice zweier Waldenhäuser werde sehr gut angenommen (wir berichteten). Es gebe pro Woche 15 bis 20 Kunden. Er dankte den beiden Initiatoren. „Ich bin mit weiteren Bäckereien im Gespräch über eine Beteiligung“, erklärte er.

Der Federweißeabend des Gesangverein im Mehrzweckgebäude sei ausverkauft gewesen. „Die Luft hat gebrannt“, beschrieb er die tolle Stimmung. Begeistert war er auch von der großen Gruppe von 48 „Waldenhäuser Dorfkinder“ die am Messeumzug teilnahmen. Hinzu kamen viele weitere Wagenbauer und Kuchenbäcker.

Beim Umzug sei man zusammen mit Sachsenhausen unterwegs gewesen. Die Mischung aus deren Apfelsaft und dem Waldenhäuser Bloatz sei sehr gut angekommen. Weiter berichtete er vom Messebesuch der Reservistenkameradschaft und dem dortigen Treffen mit der Besatzung des Tender Main.

Lob hatte er für die Kinder die im Dorf Waren für den Erntedankaltar sammelten. Diese wurden anschließend der Wertheimer Tafel gespendet.

Lang berichtete aus den Vorberatungen des städtischen Haushalts 2020, an der alle Ortsvorsteher und Stadtteilbeiratsvorsitzenden sowie Bürgermeister Wolfgang Stein teilnahmen. Waldenhausen sei mit verschiedenen Maßnahmen ins Rennen gegangen. Dazu gehören unter anderem mehre Sitzgelegenheiten im Dorf und einen Aluglas-Aushangkasten.

Die Sanierung der Straßen Steige und Steigäckerstraße sei erst für 2024 vorgesehen. Der Haushaltsbeschluss durch den Gemeinderat steht noch aus. Lang betonte, auf dem gesamten Stadtgebiet müssten 20 Millionen Euro für Straßensanierungen aufgewendet werden. Dies erde eine Herausforderung.

Die Räte hofften, dass Waldenhausen im kommenden Jahr endlich in das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ aufgenommen wird. Man hatte schon mehrfach einen Antrag auf Fördermittel beim Land gestellt, bisher aber noch keine Zusage erhalten.

Das Beratungsprogramm soll helfen, den Ortskern um- und neu zu gestalten. Hinsichtlich der Zweifel zum ausreichenden Schmutzwasserabfluss bei Starkregen im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Felderflur, hatte es eine nichtöffentliche Sitzung des Rats mit dem Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Wertheim (ABW) gegeben. Dabei erfuhren die Räte, dass die rechtlichen Anforderungen für die Abflussmenge erfüllt seien.

Dennoch sei der ABW bereit, einen Teil der Kosten für Maßnahmen zur Erhöhung der Durchflussmenge zu übernehmen. Der andere Teil der Kosten müsste aber auf die Grundstückspreise im Erweiterungsabschnitt des Neubaugebiet umgelegt werden. Der Rat will die Quadratmeterpreise für diese abwarten und dann beraten, ob man den Aufschlag realisieren kann, ohne die Grundstücke zu verteuern. bdg

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