Wertheim

Vor Gericht Arbeitgeber um 2744 Euro betrogen

Azubi wird verurteilt

Wertheim.Eine Auszubildende im Wertheim Village hat ihren Arbeitgeber um 2744 Euro geschädigt. Im zweiten Lehrjahr gehörte zu ihren Aufgaben, Warenretouren von Kunden zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten.

Ab April 2018 begann sie, Belege von Artikeln zu kopieren, abzuzeichnen und den Kaufpreis für sich aus der Kasse zu nehmen oder den Betrag auf ein Konto der Sparkasse Tauberfranken zu überweisen.

Mildes Urteil

Der inzwischen 19-Jährigen verhalf jetzt beim Amtsgericht Wertheim das Jugendstrafrecht zu einem milden Urteil. Wegen Urkundenfälschung und Computerbetrugs in fünf Fällen kam sie mit einer Verwarnung davon. Sie muss 30 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, sich beim Jobcenter um einen Arbeitsplatz bemühen und den Schaden wieder gut machen.

Insgesamt waren es mehr als fünf Fälle, die Staatsanwaltschaft beschränkte den Vorwurf auf die eindeutig beweisbaren mit der genannten Schadensumme.

In der Verhandlung legte die junge Frau ein Geständnis ab. Sie sei in Kreise geraten, wo man Wert auf neue Kleidung und Restaurantbesuche lege, habe die Fahrprüfung gemacht und bei den Ausgaben den Überblick verloren.

Nachdem ihre Taten entdeckt und ihr fristlos gekündigt war, habe sie sich bei der Firma entschuldigt und sei aus Scham von Wertheim weg zu ihrem Freund gezogen. Dort wohne sie mietfrei, habe aber noch keine Arbeitsstelle. Als Grund dafür gab sie das fehlende Arbeitszeugnis von ihrem bisherigen Arbeitgeber im Wertheim Village an.

Bereits aktenkundig

Die Beschuldigte ist in der Vergangenheit wegen Diebstahls und versuchter Strafvereitelung bereits in Erscheinung getreten. Die Verfahren endeten jeweils mit Ermahnung und Arbeitsauflage.

Auch wenn Wertheim Village eine „andere Welt“ sei, so die Richterin zum jetzigen Fall, dürfe das nicht zu Straftaten verleiten. Vielleicht sollte die Angeklagte sich erneut entschuldigen und mit der Schadenswiedergutmachung beginnen, dann komme vielleicht das Zeugnis. Die junge Frau erklärte Rechtsmittelverzicht.

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