Wertheim

Entdeckertour Mit den Pfadfindern Royal Rangers machten sich die Teilnehmer der „Ferien für Entdecker“ auf zu einer Waldläuferzeichen-Wanderung

Auf den Spuren von Winnetou und Old Shatterhand

Reicholzheim.Eine Entdeckertour durch den Wald rund um Reicholzheim erlebten die Kinder am Donnerstag bei den „Ferien für Entdecker“ des Stadtjugendrings Wertheim. Die Pfadfinder Royal Rangers, eine Mitgliedsorganisation des Stadtjugendrings, hatten eine Waldläuferzeichen-Wanderung organisiert. Mit Hilfe von Symbolen galt es dabei, den Weg durch den Wald und letztendlich einen Schatz zu finden.

Genaues Hinsehen gefragt

Begleitet wurden die Kinder, allesamt Jungen zwischen acht und elf Jahren, von Nathan Thomas und Björn Bechtold. Thomas stellte am Startpunkt, der Lachenquelle, die Symbole vor. Eine ausgeteilte Liste half den Jungen zudem, diese zu erkennen. „Ursprünglich nutzten Indianer diese Zeichen, um sich gegenseitig den Weg zu zeigen.“ Bei den Wegweisern war aber auch genaues Hinsehen gefragt. So kann ein kleiner Strich unterhalb eines Pfeils bedeuten, dass man genau in die entgegengesetzte Richtung laufen soll. „Manche Zeichen wurden auch genutzt, um Gegner zu verwirren.“ Neben der Bedeutung als Wegweiser könne man mit den Zeichen auch Nachrichten hinterlassen.

Sie werden entweder in Bäume geritzt, oder wie bei der Wanderung der Royal Rangers mit Stöcken auf den Bogen gelegt oder auf die Wege gemalt. Neben den deutlich gelegten Zeichen gab es auch versteckte Varianten. So reicht schon ein Stock in einem Pils, um zu zeigen, welchen Weg man an einer Kreuzung wählen soll. Schnell war das erste Zeichen gefunden, dass hinauf in den Wald führte. Kurz darauf kamen weitere dazu, die die Gruppe steil bergauf quer waldeinwärts führten.

Trotz der Anstrengung verloren die Kinder nie den Spaß und waren mit Feuereifer dabei, die nächsten Zeichen zu suchen. Auch auf den Indianertrick mit den falschen Wegweisern fielen sie nicht herein. Auf dem Weg führten weitere Symbole zu einem Brief von „Kenwey dem Blutrüstigen“, der den Wanderern einen Schatz versprach, wenn man den Zeichen folgt. An der Hütte am Angelsee Ebenmühle wurde der süße Schatz schließlich gefunden und verspeist.

Jahresmotto „Pfad finden“

In der Pause wurden hier unter anderem weitere Zeichen und ihre Bedeutung besprochen, Bäume mit Hilfe eines Bestimmungsbuchs zugeordnet und die Wirkung von Kletten getestet. Die beiden Betreuer stellten auch die Bedeutung der Bibel für die christliche Gruppe vor.

Ihr Jahresmotto sei „Pfad finden“, dabei gehe es auch darum, wie Gott einem helfe, den richtigen Pfad für das eigene Leben zu finden. „Die Bibel kann ein Kompass für unser Leben sein“, sagte Bechtold. Nach einem Spiel ging es zurück zum Ausgangspunkt. Die Wanderung kam bei allen gut an. Vor allem das Suchen der Waldläuferzeichen, aber auch die Schatzsuche wurden von den Kindern gelobt. sjr

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