Wertheim

Sanierung Projekt in der Vaitsgasse geht Ende entgegen / Bezug ab April möglich / Mainkaufhaus war ebenfalls Gegenstand der Besprechung von Steg und Wohnbau

Attraktiven Wohnraum geschaffen

Archivartikel

Über das kurz vor Ende stehende Sanierungsprojekt in der Vaitsgasse informierten sich der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft Wertheim und Wohnbau Wertheim.

Wertheim. Geschäftsführer Edgar Beuchert besichtigte mit dem Gremium das Anwesen in der Vaitsgasse Nummer 7. In den anschließenden nichtöffentlichen Beratungen ging es um das Gebäude Nebenzollgasse 9 und um den geplanten Neubau auf dem Gelände des früheren Mainkaufhauses.

„Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Sanierung“, betonte Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) Edgar Beuchert. Das dreigeschossige Anwesen hat die Steg 2015 erworben. Zuvor stand es jahrelang leer. Eine Vermietung der vier bestehenden Wohnungen sei im damaligen Zustand nicht möglich gewesen, so Beuchert.

Im Rahmen der Sanierung entfernte man ein Häuschen, das in Zeiten früherer Wohnungsnot nachträglich im Innenhof errichtet worden war. Der Innenhof ist durch den Abriss deutlich lichtreicher. Die neu errichteten Balkone gewähren, zumindest bei den oberen Wohnungen, einen freien Blick auf die Burg. Maßnahmen zum Brandschutz wurden getroffen, und das dritte Obergeschoss bekam ein Satteldach.

In dem Gebäude hat die Steg vier Wohnungen geschaffen. Die drei Einheiten im Obergeschoss sind jeweils etwa 85 Quadratmeter groß, im Erdgeschoss stehen 55 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Anfang April werden die Wohnungen für die insgesamt sieben Bewohner bezugsfertig sein.

Die Sanierungskosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 900.000 Euro. Darin enthalten sind auch der Kaufpreis von 50.000 Euro sowie die Gestaltung des Innenhofs und des Außenbeets. Die Kosten schultert die Steg durch Eigenkapital und den Sanierungszuschuss für die Altstadt. Refinanziert wird das Projekt durch die Miete.

Sanierungsbeginn war im April 2016. Damit hat die Maßnahme genau drei Jahre gedauert. „Das hört sich lange an“, meinte Beuchert und nannte als einen Grund detaillierte Abstimmungsarbeiten mit dem Landesdenkmalamt. Viele unerwartete Baustellen seien zudem erst im Lauf der Sanierung deutlich geworden. „Es war wirklich schwierig“, so der Geschäftsführer. Aber man habe sich auf die Kompetenz der beteiligten Unternehmen verlassen können. „Wir können stolz auf unsere Firmen in Wertheim sein“, lobte er.

Von den neuen Innenhof-Balkonen fällt der Blick unweigerlich auf das angrenzende Haus in der Nebenzollgasse 9. Die Steg hat das Anwesen vor etwa zwei Jahren gekauft. Im November hatte der Aufsichtsrat das in der Substanz heruntergekommene Gebäude besichtigt. Nun informierte Edgar Beuchert, dass der geplante Abbruch nach der „touristischen Hochsaison“ erfolgen soll, konkret also nach der Wertheimer Michaelismesse. Dann könne „mit schwerem Gerät“ angerückt werden.

Eine Seniorenresidenz

An gleicher Stelle soll eine Art „Seniorenresidenz“ mit zwölf bis 15 barrierefreien Wohnungen samt Aufzug entstehen. „Das finde ich klasse“, kommentierte Beuchert die Pläne des Investors. „Die Nachfrage ist da.“

Schließlich informierte der Geschäftsführer über den geplanten Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Mainkaufhauses. „Ab Mai könnte nach Auskunft des Investors der Verkauf der Wohnungen anlaufen“,kündigte Edgar Beuchert an. Wenn alles laufe, könne der Generalunternehmer im Herbst mit dem Rohbau auf der rund 1500 Quadratmeter großen Fläche beginnen. stv