Wertheim

Allgemein Sportminister tagten in Bremerhaven

Appell an den DFB

Archivartikel

Deutschland soll eine größere Rolle bei der Austragung großer internationaler Sportwettbewerbe einnehmen. Auf einen entsprechenden Planungsprozess hat sich die 43. Sportministerkonferenz bei ihrer Tagung in Bremerhaven verständigt. Bund und Länder wollen, gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Kommunalen Spitzenverbänden, „Deutschland zu einem international bedeutsamen Standort für herausragende und nachhaltige Sportgroßveranstaltungen ausbauen und weiterentwickeln“, wie es in der folgenden Mitteilung der SMK heißt. Dieser Prozess soll unter anderem eine gesellschaftliche Debatte zur Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen fördern und die Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung um deren Ausrichtung schaffen.

Angesichts der Tatsache, dass es in der Fußballsaison 2018/2019 zu fast 3000 Angriffen auf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im Amateurbereich gekommen ist, dass in einzelnen Fußball-Landesverbänden wegen Protesten der Schiedsrichter teils komplette Spieltage der Amateurklassen ausgefallen sind, und dass es unter diesen Umständen immer schwieriger wird, Nachwuchs zu gewinnen, spricht sich die SMK für deutlich schärfere Sanktionsmaßnahmen bei Gewalt gegen Schiedsrichter aus. „Das kann von höheren Geldstrafen für betroffene Vereine bis zu verpflichtenden Ordnerabstellungen zum Schutz von Schiedsrichtern bei Risikospielen reichen“, sagte Senatorin Anja Stahmann und appellierte im Namen der SMK vor allem an den Deutschen Fußball-Bund, Maßnahmen gegen Gewalt gegen Schiedsrichter im Fußball zu verstärken.

Auch mit Kunststoffgranulaten, die als Füllstoff in Kunstrasenplätze eingearbeitet werden, hat sich die SMK befasst. Die SMK „ist sich der Umweltgefährdung durch Mikroplastik bewusst“ und „begrüßt daher die Erarbeitung und den sofortigen Einsatz von Maßnahmen, die den Austrag von ungebundenen Kunststoffgranulaten auf Kunstrasenplätzen reduzieren“, sagte Anja Stahmann. Die SMK erwartet insbesondere von den Herstellern innovative Lösungen. Sollte es, wie jüngst auf europäischer Ebene diskutiert, zu einem europaweiten Verbot von Mikroplastik als Füllstoff auf Kunstrasenplätzen kommen, fordert die SMK einen Bestandsschutz für bestehende Plätze. dosb

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