Wertheim

Diakonisches Werk Bundestagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel zu Gast

Alleinerziehende besonders belastet

Archivartikel

Wertheim.Alleinerziehende sind in der Corona-Zeit besonders belastet und brauchen flexible und hochwertige Betreuungsangebote für ihre Kinder.

Beim Besuch eines Workshops für Alleinerziehende der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes in Wertheim hat die Bundestagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis90/Die Grünen) gemeinsam mit Alleinerziehenden vertieft, welche Bedarfe diese tatsächlich in ihren realen Lebenssituationen – auch in der Corona-Krise – haben. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Kinderbetreuung und Unterhaltsfragen standen demnach bei dem Austausch, an dem auch die grüne Kreisrätin Birgit Väth und die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Elke Hauenstein und Marlies Lind beteiligt waren, im Vordergrund. „Die Corona-Krise hat Familien in den letzten Monaten vor enorme Herausforderungen gestellt und in jeder fünften Familie musste ein Elternteil dies allein bewältigen“, resümierte Schneidewind-Hartnagel. „Was Alleinerziehende in dieser Zeit geleistet haben, ist enorm.“

Wichtige Anlaufstelle

Die Familienpolitikerin nutzte das Gespräch auch, um die Arbeit von Anlaufstellen wie der Beratungsstelle des Diakonischen Werks hervorzuheben.

„Viele Frauen brauchen diese Anlaufstelle, um individuelle Hilfe zu bekommen und beraten zu werden, weil ihnen die Belastung und die veränderten Lebensbedingungen etwa nach einer Trennung heftig zusetzen“, sagte sie. „Hier finden sie qualifizierte und verständnisvolle Beratung.“ Neben Betreuung und Unterhalt stand auch die Frage im Mittelpunkt, wie Eltern plötzlich die Verantwortung für das Unterrichten ihrer Kinder übernehmen sollen. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund gerieten hier oft weiter ins Hintertreffen, weil soziale Kontakte, der Austausch mit Gleichaltrigen und die Teilhabe auf einen Schlag einfach wegfielen.

„Homeoffice ist keine Betreuungsoption“, stellte Schneidewind-Hartnagel fest. Für die Zukunft würden qualitativ hochwertige und vor allem flexible Betreuungsangebote gebraucht.

Im Anschluss an die Kita werden Ganztagsschulen mit einem Gesamtkonzept einschließlich Musik, Sport und Alltagsangeboten benötigt, um gleiche Rechte und gleiche Bedingungen für alle Kinder zu schaffen, waren sich die Gesprächspartnerinnen einig. pm

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