Wertheim

Bildung Elf Absolventen der Werkreal- und Hauptschule Urphar-Lindelbach erwarben einen Abschluss / Vier Mal wurden Bestnoten erreicht

Alle Schüler haben eine Perspektive

Alle elf Schüler der neunten Klasse an der Werkreal- und Hauptschule Urphar-Lindelbach (Ur-Li) erwarben in diesem Schuljahr ihren Hauptschulabschluss.

Urphar/Lindelbach. Große Freude herrschte dieser Tage an der Werkreal- und Hauptschule in Urphar-Lindelbach, denn allen elf Schülern der neunten Klasse konnte ihr Hauptschulabschlusszeugnis ausgehändigt werden. Dabei gelang es drei Schülern sogar, mit einem Gesamtnotenschnitt von 1,9 oder besser einen Preis zu erzielen. Zwei Schüler schlossen bei einem Notenschnitt von 2,0 bis 2,2 mit einem Lob ab. Diese Besten erhielten zusätzlich zu ihrem Zeugnis eine Urkunde.

Dabei mussten die Schüler in diesem Jahr mit großen Schwierigkeiten zurecht kommen. So konnte die Klasse während der ersten Phase des „Lockdowns“ vom 16. März bis 5. April wie alle anderen Klassen in Baden-Württemberg nur per Fernlernunterricht auf ihre Prüfung vorbereitet werden.

Erst nach den Osterferien war wenigstens in den Prüfungsfächern wieder Präsenzunterricht möglich – dann allerdings sogar im Vergleich zu Normalzeiten in verstärktem Maße.

Die Schüler erwarteten Prüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch, bei denen sie dann solide Grundkenntnisse bewiesen.

Die aktuell geltenden Hygieneregeln erlaubten nun eine Abschluss-Veranstaltung mit bis zu drei Angehörigen je Schüler. Damit konnte dem Bedürfnis vieler Familien, den Abschluss als Familienereignis zu feiern, entsprochen werden. Die Absolventen erhielten von ihren Lehrern so manches Geschenk, das ihnen das Besondere dieses Ereignissen vor Augen führen sollte.

In einem Erinnerungsbuch verabschiedeten sich alle Bezugspersonen aus ihrem fünfjährigen Schülerleben. Eine Überraschungsbox mit symbolischen Geschenken bereitete sie teils tiefsinnig und teils humorvoll auf ihre Zukunft vor.

Zwölf Mutmach-Videos, erstellt von Mitschülern, von Schülern anderer Klassenstufen, vom Wertheimer Oberbürgermeister, vom Vorsitzenden des Fördervereins von UrLi, von der Schulsozialarbeiterin und von Lehrkräften sorgten dafür, dass die Schüler während dieser Passage zum nächsten Abschnitt ihres Lebens noch einmal viel Zuversicht tanken konnten. Den Absolventen wurde zugesprochen, dass sie sich bewährt haben, die Berufswelt sie brauchen wird und ein interessantes Leben auf sie wartet.

Die Absolventen haben unterschiedliche Pläne für ihre Zukunft. Manche streben die Mittlere Reife an, andere haben einen Lehrvertrag in der Tasche, wieder andere wollen ihre Allgemeinbildung durch weiteren Schulbesuch vertiefen. Nicht zuletzt dank der Kooperation von UrLi mit zwölf Firmen aus dem Wertheimer Handwerk muss niemand ohne Perspektive dastehen. df

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