Wertheim

Eigenbetriebe Betriebsausschüsse billigen Jahresabschlüsse einstimmig / Forst wirft etwas weniger ab

Abwassergebühren bleiben relativ niedrig

Wertheim.Die Abwassergebühren in der Stadt werden auch künftig pro Kubikmeter 1,83 Euro für Schmutzwasser und 0,27 Euro für Niederschlagswasser betragen.

Nicht ohne Stolz verkündete Dezernatsleiter Helmut Wießner (von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez jüngst auf Facebook auch freundlich-ironisch „Mr. Abwasserbetriebe“ genannt) bei der Sitzung des Betriebsausschusses „Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung“ die Kalkulationszahlen für das nächste Jahr. Mit der Höhe der Gebühren liegt Wertheim im Vergleich zu anderen Gemeinden im unteren Bereich. In Bad Mergentheim müssen die Haushalte (Stand Jahresbeginn 2019) beispielsweise 21 Prozent mehr für das Schmutzwasser und sogar fast das Doppelte für Niederschlagswasser zahlen.

Auf der Kostenseite profitieren die Wertheimer davon, dass die Zinsaufwendungen in den vergangenen Jahren stetig gesunken sind, was natürlich auf das historisch niedrige Zinsniveau zurückzuführen ist.

Da spielt es kaum eine Rolle, dass die Schulden des Eigenbetriebs in diesem und dem nächsten Jahr leicht steigen werden. Auch die Personalkosten legen leicht zu.

Wald noch kostendeckend

Der Eigenbetrieb Wald verzeichnet laut Jahresabschluss 2018 leichte Rückgänge bei den Erlösen des Holzverkaufs. Das und höhere Kosten sorgen dafür, dass der Eigenbetrieb einen geringen Gewinn von 5500 Euro machte. Nicht sehr schmerzhaft. Geplant wurde ohnehin mit einer schwarzen Null.

Der Eigenbetrieb Baubetriebshof erwirtschaftete 2018 einen Verlust von rund 96 000 Euro, geringfügig weniger als geplant. Die Umsatzerlöse, die zum größten Teil aus dem städtischen Haushalt stammen, blieben konstant, die Posten auf der Kostenseite ebenso. Der Verlust des Eigenbetriebs fiel etwas höher aus als im Jahr zuvor (70 000 Euro).

Rechnungsprüfer Willibald Goldschmitt hatte bei sämtlichen Jahresabschlüssen nichts zu beanstanden. Die Betriebsausschüsse der Eigenbetriebe (in der Besetzung identisch mit dem Bauausschuss) empfahlen dem Gemeinderat daher einstimmig, die Jahresabschlüsse zu billigen und die Betriebsleitungen zu entlasten.

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