Wertheim

Ausstellung Werke von Gisela Plewe sind im Galerieatelie "authenticART" in der Eichelgasse zu sehen

Abstraktes Spiel der Farben genutzt

Archivartikel

Ihr Auge für das Detail und ihr Spiel mit den Motiven machen die Fotografien von Gisela Plewe zu einem besonderen Erlebnis.

Wertheim. Alltägliche Dinge und Motive werden bei ihr zu etwas Faszinierendem und Neuem. Am Freitag eröffnete Gisela Plewe ihre neue Ausstellung zum Thema "Farben, Flächen, Formen und Strukturen" im Galerieatelier authenticART in der Eichelgasse 19. Damit ist die Eichelgasse um eine künstlerische Attraktion reicher.

Die Räume sind das Atelier der Künstlerin Regina Pöhland, die dort vielfältige Kunstwerke schafft (wir berichteten). Gerne habe sie Plewes Ausstellung einen Platz geboten, betonte sie im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten, und lobte zugleich deren Arbeiten.

Plewes Lebensgefährte Hans Kimmel eröffnete die Vernissage mit den Worten: "Rede, was du denkst, und die Leute werden dich verstehen!" Dies tat Plewe dann auch. Spontan und überzeugend beschrieb sie ihre Werke und den spannenden Weg dorthin. Zugleich sprach sie allen Unterstützern ihren Dank aus. Ihr Mann habe sich bei der Vorbereitung der Ausstellung als sehr geduldig gezeigt und genaue Ideen eingebracht. An Pöhland gerichtet erklärte sie: "Ich fühle mich sehr geehrt, hier ausstellen zu dürfen, es gefällt mir hier sehr gut." Ihre Gäste seien für sie wie eine Familie.

Mit ihnen suchte sie dann auch den Austausch über ihre Werke und bekam viel Lob. Die ausgestellten Fotografien stammen aus verschiedenen Bereichen, teils digital bearbeitet, teils gedruckt wie abgelichtet. Einen abstraktes und besonderes Farbenspiel bieten Makroaufnahmen eines grünen Glassteins, der ein Abfallprodukt aus einer Wertheimer Glasfirma war. Sie habe ihn auf den Balkontisch gelegt, doch dann gefiel ihr die Tischdecke darunter nicht, blickte sie zurück. "Dann habe ich einfach mal ein schwarzes Brett drunter gelegt." Sie habe dann Ergebnisse gesehen, die sie nicht mehr losließen. "Unten schien das schwarze durch, oben spiegelte sich der blaue Himmel", schwärmte sie. Diesen besonderen Eindruck hielt sie in Makroaufnahmen fest. Den Stein hatte sie auch mitgebracht und so mancher Gast versuchte sich selbst an Aufnahmen daran - mit faszinierenden Ergebnissen.

Der zweite Bereich ihrer Fotos widmet sich Details aus der Architektur, unter anderem von Frankfurter Bauten. "Ich finde das Thema toll, aber es ist immer zweischneidig, ob das Werk nun von mir oder dem Erbauer geschaffen wurde." Die Bilder zeigen aber nicht einfach die Architektur, eingefügte Spiegelungen oder Aneinanderreihungen machen sie zu Unikaten. "Ich spiele gerne und es ist lustig anzuschauen", meinte Plewe dazu. Was ein Detailblick ausmacht, zeigen auch die Nahaufnahmen einer Obstschale oder der Glaspyramide am Mainvorplatz. "Ich sehe mich mehr als Maler denn als Fotograf", deshalb verbinde sie Fotografie und Bearbeitung. Zum Einsatz kommen bei ihr ganz unterschiedliche Kameramodelle. Auch für die unterschiedliche Leuchtkraft der Fotos hatte sie eine Erklärung. Diese liegt an dem verwendeten Papier.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Oktober im Galerieatelier authenticART in der Eichelgasse 19 zu sehen. bdg