Wertheim

Neujahrsansprache OB meldet sich per Video-Botschaft

Abschied von einem „Scheißjahr“

Archivartikel

Wertheim.Aus dem Grafschaftsmuseum wird die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez in diesem Jahr als Video-Botschaft direkt zu den Wertheimern nach Hause übertragen. Noch vor einem Jahr waren rund 800 Menschen Mitte Januar zum Neujahrsempfang in die Main-Tauber-Halle gekommen. „Keiner von uns hat damals auch nur geahnt, was auf uns zukommen würde“, stellt OB Herrera Torrez fest.

Die zweite Welle, in der Deutschland gerade stecke, unterscheide sich deutlich von der ersten. Im Frühjahr sei plötzlich „der Stecker gezogen“ worden, es folgte Stillstand. In der zweiten Welle hingegen sei vieles gleichzeitig passiert: Alltag und Pandemie-Bekämpfung liefen parallel. Der OB würdigt den Wert der Wissenschaft, den die Krise deutlich gemacht habe, ebenso wie das „berufliche und ehrenamtliche Engagement vieler Menschen, das uns am Leben erhält.“ Die Impfung nennt er als ein Hoffnungszeichen.

Projekte angestoßen

Trotz der Pandemie fällt sein Rückblick auf 2020 unterm Strich nicht nur negativ aus. Selbst wenn er es an einer Stelle als „Scheißjahr“ bezeichnet. Er hebt schöne, private Erinnerungen hervor – bei der Erwähnung seiner Hochzeit lächelt er – aber auch Projekte, die in der Main-Tauber-Stadt angestoßen oder abgeschlossen wurden.

„Wir haben trotz Corona viel erreicht“, betont der OB und nennt beispielhaft den Kompromiss zwischen Nabu und Stadt auf dem Reinhardshof, die Fähre in Mondfeld oder den Baubeginn an der „Neuen Sozialen Mitte“ auf dem Wartberg. Viele der begonnenen Projekte würden Wertheim auch durch 2021 begleiten, gab das Stadtoberhaupt einen Ausblick. Dabei hob er die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen hervor. Ein weiterer Schwerpunkt werde die Digitalisierung sein: „Wie notwendig das ist, sehen wir besonders in Zeiten der Corona-Pandemie.“ Zur Sprache kam außerdem die „auch, aber nicht nur“ auf die Krise zurückzuführende schwierige Finanzlage der Stadt.

„Sie sehen, wir stehen vor großen Herausforderungen“, wendet sich der Oberbürgermeister in einer Nahaufnahme direkt an die Bürger. „Mit Zuversicht und Entschlossenheit werden wir diese gemeinsam angehen“, zeigt er sich optimistisch. Maßgaben des Handelns müssten dabei Zusammenhalt und Rücksichtnahme sein. eli/bild: Heike Barowski

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