Wertheim

Ausgleichsstock 5,81 Millionen Euro an Fördermittel fließen an Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis / Wertheimer Projekt wurde ebenfalls berücksichtigt

915 000 Euro für die neue Sporthalle

Archivartikel

Drei Städte des Main-Tauber-Kreises erhalten Fördermittel aus dem Ausgleichstock – darunter auch Wertheim. Hier fließen die Gelder in den Bau der Sporthalle am Gymnasium.

Wertheim. Der geplante Neubau der Dreifachsporthalle am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium erhält ordentlich Schub: Das Land fördert das Projekt mit Mitteln aus dem Ausgleichsstock in Höhe von 915 000 Euro.

Fast voller Umfang

Diese Zusage hat das Regierungspräsidium der Stadt Wertheim am Mittwoch übermittelt. „Damit haben wir die angestrebte Förderung fast in vollem Umfang erreicht,“ freut sich Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez.

In der Haushaltsplanung hat die Verwaltung eine Million Euro Förderung aus dem Ausgleichsstock zu Grunde gelegt, also einen nur geringfügig höheren Betrag. Vor zwei Wochen hat OB Herrera Torrez bereits die Bestätigung über 600 000 Euro Zuschuss aus dem Förderprogramm Sportstättenbau des Landes erhalten.

„Wir sind dankbar, dass das Land uns im erwarteten Umfang unterstützt,“ so der OB. „Offensichtlich ist es uns gelungen, die Bedeutung des Projekts gut zu vermitteln.“

Die Gesamtkosten für den Neubau sind auf 7,5 Mio Euro kalkuliert. Die Finanzierung erstreckt sich, beginnend ab 2020, auf vier Haushaltsjahre. Die Investition ist im Haushalt mit einem Sperrvermerk versehen. Das heißt, sie kann erst in Angriff genommen werden, wenn die Finanzierung gesichert ist. Dies ist nun der Fall.

Auch planungsrechtlich steht dem Projekt nichts mehr im Weg. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das notwendige Bauleitplanverfahren abgeschlossen (wir berichteten).

Der Verteilungsausschuss für die Mittel des Ausgleichstocks im Regierungsbezirk Stuttgart verteilt insgesamt rund 27,1 Millionen Euro an finanzschwache Städte und Gemeinden im Land. Das Antragsvolumen überstieg auch dieses Jahr wieder die finanziellen Möglichkeiten, so dass nicht alle Fördererwartungen der Kommunen berücksichtigt werden konnten. In den Main-Tauber-Kreis fließen insgesamt 5,81 Millionen Euro.

„Ziel des Verteilungsausschusses war finanzschwachen Kommunen im Regierungsbezirk nach Kräften bei der Finanzierung notwendiger Investitionsvorhaben zu helfen“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer. „Mit den jetzt bewilligten Investitionshilfen können die Städte und Gemeinden Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 138,1 Millionen Euro auf den Weg bringen.“

Nicht realisierbar

Ohne die finanzielle Unterstützung könnten viele finanzschwache Kommunen wichtige Infrastrukturprojekte heute oftmals nicht mehr realisieren. „Besonders freue ich mich darüber, dass nahezu die Hälfte der Mittel für Kinderbetreuungseinrichtungen bewilligt werden konnten. Damit unterstützt der Ausgleichstock maßgeblich auch den von der Landesregierung gewünschten Ausbau der Kleinkindbetreuung.“

Neben dem Förderschwerpunkt Kinderbetreuung wurden erhebliche Mittel für den Schulhausbau, den Sportstättenbau, den Straßen- und Brückenbau sowie das Feuerlöschwesen und für Gemeinbedarfseinrichtungen bewilligt. stv/ rps

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