Wertheim

Ortschaftsrat Entwicklungen am Almosenberg thematisiert

600 neue Arbeitsplätze

Archivartikel

Bettingen.In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Ortschaftart Entwicklungen im Gewerbegebiet Almosenberg zugestimmt. Die Ansiedelung des neuen Caravan Centers sowie der Hallenbau von Warema bewertete man positiv. Es sei gelungen, einen renommierten und fairen Arbeitgeber nach Bettingen zu holen, betonte Ortsvorsteher Ralf Tschöp. Groß war die Freude über die Ansiedelung von 550 bis 600 Arbeitsplätzen. Man sah hier einen möglichen Einwohnerzuwachs für das Dorf. Gut sei, dass das Caravan Center auf dem Gelände angesiedelt wird, dass einst für den Möbelmarkt „Mömax“ vorgesehen war. Nun steht dafür kein Grundstück zur Verfügung.

Aus Reihen der Bürger wurde das Parken von Lkw zum Übernachten am Almosenberg auch im Bereich von Parkverboten angesprochen. Das größte Problem seien hier die Müllablagerungen entlang der Strecke sowie Kot im Wald. Rat Stefan Weiss hofft, dass Warema die Lkw-Parkerei im eigenen Interesse einschränken wird. Es gibt noch keinen Termin für den runden Tisch zum Thema. Er habe die Speditionen direkt angeschrieben und auf die Verbote verwiesen. Nur eine habe versprochen, ihre Fahrer darauf hinzuweisen. Rat Benjamin Henne betonte, durch mehr Polizeipräsenz müsse der Kontrolldruck erhöht werden.

Rätin Ines Ulsamer-Beck wünschte sich, dass die Beschilderung „Zufahrt verboten“ an den Waldwegen verdeutlicht wird.

In nächster Zeit werden spezielle Müllcontainer am Almosenberg aufgestellt. Sie ermöglichen den Einwurf kleinerer Müllmengen, zum Beispiel von Truckern, aber keine Entsorgung von Hausmüll. Der Müll entlang der L2310 wird nun wöchentlich eingesammelt und die Sammelroute wurde erweitert. Für Tschöp sind die Maßnahmen ein Zeichen, dass die Belastung Bettingens erkannt wurde. Ein Problem ist der „Mülltourismus“: Wegen fehlender Mülleimer am Almosenberg entsorgen Wohnmobilbesitzer ihren Müll in Bettingen.

Eine Bürgerforderung betraf eine Lärmmessung hinsichtlich der A3. Der Lärm sei trotz Schutzwällen gefühlt höher als früher. Bürger forderten eine Berücksichtigung der Autobahn beim Lärmaktionsplan der Stadt. Die Verwaltung wird bei der Autobahndirektion Nordbayern eine Stellungnahme anfordern.

Eine Diskussion löste die Information über die Auflösung des Obst- und Gartenbauvereins aus. Der Verein befindet sich bis September 2020 in der Liquidationsphase.

Als Vertreterin des Vereins fragte Andrea Weimer, ob seitens des Ortschaftsrats eine Initiative gestartet werde, Teile der Obstanlage in eine Streuobstwiese zu wandeln. Ulsamer-Beck verwies auf Förderprogramme des Landkreises und die Möglichkeit der Biozertifizierung. Letztere ermögliche höhere Abnahmepreise für das Obst. Man will die Grundstückseigner fragen, ob Interesse an einem Steuobstwiesenkonzept besteht.

Diskussion gab es über den Zaun unten am Gelände des Vereins. Er steht auf öffentlichem Grund und muss wegen der Vereinsauflösung entfernt werden. Die Bürger sahen die Gefahr, dass das Gelände dann zugemüllt wird. Der Ortschaftsrat solle sich dafür einsetzen, dass der Zaun stehenbleiben kann. Tschöp verwies darauf, dass es dann jemanden geben muss, der die Pflege der Büsche am Zaun übernimmt. Prüfen will man, ob man den Teil des Zauns an der Parkbucht erhalten kann. bdg

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