Werbach

Gedenkstätte Synagoge Michal Müller aus Nordböhmen gastiert am Sonntag, 8. März, in Wenkheim

Zither-Virtuose zelebriert sein Instrument voller Leidenschaft

Wenkheim.Der nordböhmische Zither-Virtuose Michal Müller eröffnet am Sonntag, 8. März, das Jahresprogramm des Vereins „die schul. – Gedenkstätte Synagoge Wenkheim“.

Michal Müller zählt in seinem Fach zu den progressivsten Spielern der Welt. Als Solist ist er wegen seinem einmaligen Ausdruck und persönlichen Vortragsstil gefragt. Neben der klassischen Literatur widmet er sich seiner eigenen Musik, die irgendwo an der Grenze von Blues, Jazz, Volksmotiven, Worldmusic und freier Improvisation steht.

Der Künstler arbeitet mit verschiedenen Musikern, improvisiert mit Ausdrucktänzern und Dichtern, wirkt als Dozent, schreibt Filmmusik, arrangiert für Zither und andere Instrumente. Aktuell liegt sein Augenmerk auf der E-Zither, einer elektrisch abgegriffenen und damit im Klang beeinflussbaren Version der Zither. Sie eröffnet eine Fülle an improvisatorischen Möglichkeiten.

In der Musik liebt Michal Müller die Freiheit, die Möglichkeit etwas Eigenes mitzuteilen. Dazu verwendet er sehr oft auch seine Stimme. Mit diesem persönlichen und unmittelbar gewinnenden Stil hat er das Publikum in der weltweit ersten E-Zither-Nacht in Bamberg, einem Gipfeltreffen der E-Zither-Virtuosen, im Januar 2019 begeistert. Auch die Konzertkritiker sind sich einig. Sie nennen Müller „einen Schatzgräber“, der das das Instrument Zither nicht spiele, sondern zelebriere.

Wie es in der Ankündigung der Verantwortlichen heißt, hat Michal Müller für seinen Auftritt in der Wenkheimer Synagoge eigens ein Solo-Programm zusammengestellt, das seine Kraft aus böhmischen und sephardischen Wurzeln zieht.