Werbach

Kommunalwahl Der 47-jährige Heiko Menig wurde mit 88,2 Prozent der Stimmen wiedergewählt

„Viel für die Bürger bewegen“

Archivartikel

Die Neubrunner setzen auf Kontinuität. Mit einem deutlichen Vertrauensbeweis haben sie Bürgermeister Heiko Menig im Amt bestätigt.

Neubrunn. Die Wahl des Neubrunner Bürgermeisters am Sonntag war – trotz Coronakrise – eine Bestätigung für Heiko Menig. Der 47-Jährige war einziger Kandidat. Er erhielt 88,2 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen und kann nun in die dritte Amtszeit starten.

In Neubrunn entschieden sich 91,2 Prozent für den CSU-Mann und in Böttigheim 85,6 Prozent. Bei den Briefwählern lag er bei 87,8 Prozent. Von den 1845 Wahlberechtigten waren nur 1135 oder 61,5 Prozent zur Urne gegangen. Mit 124 Stimmzetteln lag die Zahl der ungültigen Stimmen bei rund 10,9 Prozent.

„Ein sehr gutes Ergebnis“

Nach einer kurzen Nacht, da noch weitere Kommunalwahlen zur Auszählung anstanden, zog Menig am Montag eine sehr positive Bilanz. „Es ist ein sehr gutes Ergebnis“, freute sich Menig über den Sieg – auch wenn es nur einen Kandidaten gegeben hatte.

Nach zwölf Jahren im Amt des Neubrunner Rathauschefs weiß er, dass man es nicht jedem recht machen kann. „Aber wir haben in den zwei Wahlperioden sehr viel erreicht“, zeigte er sich im FN-Gespräch zufrieden. Gemeinsam mit Gemeinderat und Bürgern seien viele Projekte umgesetzt worden.

Kritisch betrachtet er die Wahlbeteiligung, die nach seiner Ansicht deutlich höher hätte ausfallen können. Schließlich habe man auch noch 14 Gemeinderäte, den Landrat und den Kreistag gewählt. „In diesen Gremien werden Entscheidungen gefällt, die den Bürger unmittelbar betreffen.“

Viele ungültige Stimmen

Die hohe Zahl der ungültigen Stimmen sei für ihn schwierig zu erklären, so Menig. Er setze auf Offenheit und erhoffe sich das auch von den Bürgern. Die könnten jederzeit nachfragen, wieso Entscheidungen so getroffen wurden, wie sie getroffen wurden. „Eine gesunde Kritik ist wichtig und unerlässlich, aber wir können nicht alle Wünsche erfüllen.“

Die Aufgabe als Bürgermeister macht Heiko Menig auch nach zwölf Jahren noch sehr viel Spaß. „Man kann viel für die Bürger und mit den Bürgern bewegen“, dankte er den Wählern, die ihm ihre Stimme gegeben haben. Mitgetragen werde sein Engagement für die Neubrunner auch von der Familie, betonte der Vater von vier Kindern. Und er machte deutlich: „Ich will für die Bürger da sein.“

Für die nächsten sechs Jahre hat er zahlreiche Projekte auf der Agenda. Dazu gehören auch die Fortführung der Arbeiten an der Frankenlandhalle, die Innerortsentwicklung oder der Klimaschutz. Und obwohl das noch weit hin ist, kann er sich auch eine vierte Wahlperiode gut vorstellen.

Derzeit beschäftigt ihn allerdings neben der Wahl, die fast schon nebenbei gelaufen ist, vor allem das Thema Corona, nachdem in Bayern der Katastrophenfall ausgelöst worden ist.

Entschieden ist die Sitzverteilung im künftigen Neubrunner Gemeinderat. Danach entfallen vier Sitze auf die CSU und zehn Sitze auf die Bürgervereinigung Neubrunn.

Gewählt wurden: CSU: Peter Klingler (998 Stimmen), Elmar Seubert (567 Stimmen), Heike Baumann (573 Stimmen) und Benedict Fleischmann (596 Stimmen).

Bürgervereinigung Neubrunn: Elisabeth Rieck (1607 Stimmen), Elke Kohlhepp (1151 Stimmen), Horst Hofmann (1124 Stimmen), Peter Dengel (1033 Stimmen), Anna-Sophie Müller (847 Stimmen), Edmund Bimmer (740 Stimmen), Manuel Barth (727 Stimmen), Alfred Hellmann (702 Stimmen), Sebastian Reinhart (615 Stimmen) sowie Wolfgang Stieber (589 Stimmen).